Menschliche QualifikationenDas Gymnasium Salvatorkolleg Bad Wurzach realisiert ein neues Modell |
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In Baden-Württemberg verwirklicht die „Katholische Studierende Jugend“ (KSJ) in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium einen Ausbildungsgang zum „Schülermentor bzw. zur Schülermentorin für kirchliche Jugendarbeit“. Am Gymnasium der Salvatorianer im oberschwäbischen Bad Wurzach wird das Modell seit zwei Jahren realisiert. Schulseelsorger P. Hubert Veeser SDS berichtet. |
Zunächst bemühten wir uns selbst, für diese Mitarbeiter/-innen Fortbildungen anzubieten, bis wir auf das Angebot der „Katholischen Studierenden Jugend“
(KSJ) in der Diözese Rottenburg Stuttgart aufmerksam wurden. Dort wird nämlich die Ausbildung zu „Schülermentoren/-innen für die kirchliche Jugendarbeit“ angeboten. Inzwischen gibt es schon einen Stamm von Schülern/-innen - die meisten sind tatsächlich Mädchen - die diese Ausbildung absolviert haben. Sie ist vergleichbar mit einem Jugendgruppenleiterkurs, aber auf die speziellen Bedürfnisse und Aufgaben an der Schule zugeschnitten. Die Schüler/-innen werden befähigt, soziale und religiöse Angebote an der Schule und in der Jugendarbeit verantwortlich zu gestalten. Gewinn für Schüler und Lehrer Das Gelernte wird an der Schule in praktischen Projekten umgesetzt. Bei den einen war das beispielsweise die Gestaltung von kurzen Morgenbesinnungen in der Fastenzeit, andere organisierten eine Schulhausrallye für die Fünftklässler, damit diese die ganze Schule und vor allem auch die Einrichtungen „der Großen“ kennen lernen. Was mich persönlich besonders freut, ist, dass sich aus dem Mentorenkreis auch eine Gruppe gebildet hat, die auch Schulgottesdienste und regelmäßige Jugendgottesdienste in unserer Schlosskapelle engagiert mitgestaltet. Bei den Besinnungstagen mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die Schülermentorinnen sehr klug und kompetent Gesprächsgruppen leiten oder Spiele aus dem erlebnispädagogischen Bereich anleiten können oder auch einfach die jüngeren Schüler im Freizeitbereich beschäftigen. Ich persönlich und die Klassenlehrer, die bei den Besinnungstagen auch dabei sind, spüren durch die Mitarbeit der Mentoren auf jeden Fall eine ganz große Entlastung. Und für die Mentoren ist eine besondere Erfahrung bei solchen Tagen, im Leitungsteam „auf der Seite der Lehrer“ zu stehen. Viele erleben sich zum ersten Mal in einer Leitungsrolle, gewinnen Freude daran oder erleben auch ihre Grenzen. Von ihren Mitschülern sind die Mentoren dabei aber durchaus anerkannt. Gerade die Mitarbeit bei Besinnungstagen ist etwas, was für viele Schüler eine reizvolle Aufgabe ist, so dass im Moment auch die Nachfrage an der Teilnahme am Mentorenkurs sehr gut ist. |
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