Diözese und Universität Passau gehen neue Wege.
Kirche und Wirtschaft im Dialog |
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Theologen in der Wirtschaft, das ist nicht nur eine Alternative für Absolventen/-innen, die nicht in den kirchlichen Dienst treten wollen bzw. können, sondern auch ein Weg, der einen neuen Dialog eröffnet und Glaube und Kirche in der Welt der Wirtschaft präsent macht. Franz Stadlberger, Ausbildungsleiter für die Pastoralassistenten/-innen der Diözese Passau berichtet über das aktuelle Modell, Markus Griesbeck, ein Passauer Theologe in der Wirtschaft (vgl. S. 9), stellt die Vision vor. |
spruchreif sein. Damit verbindet sich ein anders ehrgeiziges Ziel: Es sollen in Zukunft auch Theologen ausbilden, die in die Wirtschaft gehen, also Theologen, die von Anfang an wissen, dass sie einmal in der Wirtschaft tätig werden wollen. Neben meinem Job bei Generali Lloyds Versicherungen bleibe ich mit einer halben Stelle als Assistent an der Universität Passau, in dieser Funktion möchte ich diese Idee auch mit propagieren und vorantreiben. Das ist mir wichtig.
Vielleicht kann ich das Grundanliegen von alldem am besten so darstellen. Gerd Brandstetter, ein Passauer Missionar, der seit etwa 20 Jahren in Brasilien arbeitet, sagte mir vor zwei Jahren, als ich ihm andeutete, dass ich in die Wirtschaft gehe, aus seiner Sicht seien das die zukünftigen Missionare Deutschlands. Was ich damit sagen möchte: Ich kann mir vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die einen Hunger nach Gott verspüren, und ich könnte mir auch vorstellen, dass solche Menschen auf Grund unserer postmodernen Zeit der Institution Kirche kritisch gegenüber stehen, im ersten Moment keinen Anknüpfungspunkt sehen. Hier sehe ich die Möglichkeit für Theologen, die in die Wirtschaft gehen, die überzeugend und verantwortlich handeln, dass Menschen neugierig werden: Was bist denn du eigentlich für ein Mensch, warum machst du das eigentlich? Durch solche Gespräche, durch so überzeugende Arbeit, nicht missionarische Arbeit, sondern durch überzeugende Arbeit, könnte Christentum wieder auf dem Boden der Realität eingebracht werden, alltäglich, nicht sonntäglich wie durch die Institution Kirche, sondern alltäglich. Dabei sehe ich das Ganze nicht einseitig. Trotz mancher Vorbehalte gegenüber der Institution Kirche, finde ich es wichtig, dass Institution Kirche und auch die Schulen qualifizierte Menschen hervorbringen, die als Pastoralreferenten, als Pfarrer oder Lehrer genauso überzeugend arbeiten, wie jemand, der bewusst mit einer christlichen Überzeugung in die Wirtschaft geht. Der eine sagt, mir liegt Schule, der andere, mir Pastoral und der nächste sagt, mir liegt Wirtschaft, aber für alle drei Optionen ist es wichtig, dass es gute, verantwortlich handelnde Menschen gibt. Kontakt: Franz Stadlberger Bischöfliches Ordinariat Domplatz 6a, 94032 Passau Tel.: 0851/393-407 (vormittags) E-Mail: franz.stadlberger@bistum-passau.de |
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