HeilerziehungspflegerProfessionalität und Wertorientierung |
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Es gibt viele verschiedene Berufe in Einrichtungen der Behindertenhilfe: Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Ergotherapeuten, Altenpfleger, Motopädagogen, Logopäden und andere mehr. Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich auf den Beruf des Heilerziehungspflegers, der die zentrale sozialpädagogische Fachkraft in der Behindertenhilfe ist, mit wachsender Bedeutung. Theodor Thesing, Direktor des |
Ausbildungsstätten Die Ausbildung geschieht in Deutschland an ca. 200 Fachschulen bzw. Fachakademien, davon 20 in katholischer Trägerschaft. Seit der Gründung des Berufes in den 60er Jahren wurden bisher ca. 26.000 HeilerziehungspflegerInnen ausgebildet, jährlich kommen ca. 1000 neue AbsolventInnen hinzu. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird in Vollzeitform (Schule und Praktika), bzw. in berufsbegleitender Form (Lernort Fachschule und Lernort Einrichtung für Behinderte) angeboten, wobei in der letzteren Form eine Ausbildungsvergütung vergleichbar einem Industrieberuf bezahlt wird. Ausbildungsvoraussetzungen / Ausbildungsvergütung In der Regel wird der Bildungsstand der Mittleren Reife und ein Jahr Vorpraktikum verlangt, in einigen Bundesländern 2 Jahre geeignete praktische Tätigkeit (in Ausnahmefällen Hauptschulabschluss und Berufsausbildung). Berufschancen / Fort- und Weiterbildung Heilerziehungspfleger werden in den Einrichtungen und Diensten als Betreuer, Gruppenleiter, Bereichs- oder Wohnheimleiter tätig. Die Berufschancen sind sehr gut. Für Leitungsaufgaben wird häufig eine Zusatzausbildung verlangt, ebenso für therapeutische Aufgaben (Heilpädagogik, Ergotherapie, Logopädie, Motopädagogik). Die Qualitätssicherung der Betreuungsangebote ist nur über regelmäßige Fort- und Weiterbildung zu erreichen, wie in allen anspruchsvollen Berufen. Neue Herausforderungen Noch vor einigen Jahrzehnten galt eine geistige Behinderung als Schicksal, auf das der Mensch keinen Einfluss hatte. Durch die schnelle Entwicklung in den Bereichen Medizin, Medizintechnik und Humangenetik verfügen wir über eine Fülle von Wissen über Ursachen von Behinderungen sowie über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Die neuen Möglichkeiten bringen aber auch neue Gefährdungen: Pränatale Diagnostik und als Folge der Früherkennung Abtreibung; neue Diskussion zur Euthanasie alter, kranker und behinderter Menschen; Machbarkeitsglaube der Gentechnik und die Existenz von Krankheit, Leid oder Behinderung scheinen unvereinbar; der Mensch mit Behinderung wird zum reinen Kostenfaktor. Der Grundsatz der Unantastbarkeit des Lebens ist bereits heute stark in Bedrängnis. Christen werden hier zukünftig eindeutig Position beziehen müssen, hier liegt eine wesentliche Aufgabe von kirchlichen Ausbildungsstätten, die sich einem christlichen Menschenbild verpflichtet fühlen. Kontakt: Institut für Soziale Berufe gGmbH Kapuzinerstraße 2, 88212 Ravensburg Tel.: 0751/36 156-0, Fax: 0751/36 156-27 E-Mail: info@ifsb.rv.schule-bw.de Internet: www.ifsb.rv.schule-bw.de |
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