75 Jahre Päpstliches Werk für geistliche Berufe (PWB)

Die Gebetsgemeinschaft feiert

Große Jubiläumsfeier in der Gründungsstadt des PWB, Freiburg i. Br.

Am Samstag, den 23. Juni 2001 traf sich in Freiburg im Breisgau alles, was Rang und Namen hat im Bereich der Berufungspastoral in der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt waren 17 deutsche Diözesen mit über 600 Mitgliedern des PWB bei diesem großen Fest vertreten. 
P. Werder SDS berichtet. 


Prominent
Msgr. Dr. Rainer Birkenmaier, der Direktor des Zentrums für Berufungspastoral in Freiburg, eröffnete die festliche Stunde mit der Verlesung seiner Grußbotschaft an den Papst, dann begrüßte er zusammen mit Erwin Schmitt, dem Direktor der Diözesanstelle Berufe der Kirche Freiburg, die Ehrengäste. Aus der langen Liste seien wenigstens folgende Namen genannt: Bischof Viktor Josef Dammertz, Vorsitzender der Kommission IV der Deutschen Bischofskonferenz „Geistliche Berufe und kirchliche Dienste“, und Seine Königliche Hoheit Maria Emanuel, Herzog zu Sachsen, zusammen mit seiner Gemahlin, Ihrer Königlichen Hoheit Anastasia, Herzogin zu Sachsen, aus der Familie von Prinzessin Maria Immaculata, Herzogin zu Sachsen. Prinzessin Maria Immaculata hat vor 75 Jahren in Freiburg das Frauenhilfswerk für Priester gegründet, das sich bis heute zum Päpstlichen Werk für geistliche Berufe weiterentwickelt hat. 

Kompetent
Bischof Viktor Josef Dammertz wies in seinem Grußwort auf den dramatischen Rück-gang der geistlichen Berufe seit 1965 hin. Auf die Frage: „Was können wir, was müssen wir tun?“ gab er die ebenso einfache wie eindringliche Antwort: „Vor allem drei Dinge: 1. Beten!, 2. Beten!!, und 3. Beten!!!“. In seiner Person kam der Dank, den er am Ende aussprach, von höchster Stelle: 

„Ich danke allen Frauen und Männern, die nicht müde werden, um geistliche Berufe zu beten, sowie allen, die jungen Menschen helfen, ihre Berufung zu entdecken, und sie auf ihrem Weg begleiten“.
Den Höhepunkt des Festaktes bildete der exzellente Vortrag von Frau Dr. Gertrud Pollak, Ordinariatsdirektorin in Mainz. Eine Kurzfassung des Vortrages finden Sie auf den folgenden Seiten 16-17.
Mit High-Tec ging die Präsentation der neuen Ausstellung über die Bühne. Bild, Text und Ton, im Digitalstudio gemischt, machte die festliche Versammlung mit „Geschichte und Aktualität der Gebetsgemeinschaft“ vertraut. 

… und ein bisschen stolz
Das anschließende Mittagessen im Kolpinghaus und im Priesterseminar Borromäum bot für alle Gelegenheit zum zwanglosen Austausch.
Am Nachmittag kamen die Teilnehmer zum Gottesdienst im Freiburger Münster zusammen. Bis auf den letzten Platz war das ehrwürdige Gotteshaus gefüllt, ein erhebendes Wir-Gefühl für die ganze Gebetsgemeinschaft. Der Erzbischof von Freiburg, Dr. Oskar Saier, feierte mit der großen Gemeinde die Eucharistie. In seiner Predigt betonte er: „Als Erstes sollten wir alle Gläubigen in unseren Pfarreien und Verbänden ermutigen, neu an die eigene Berufung durch Jesus Christus zu glauben.“ 
Beeindruckend war auch die Weihe von Bronce-Plaketten mit dem neuen Emblem der Gebetsgemeinschaft, die an die Vertreter der Diözesanstellen Berufe der Kirche übergeben wurden.