Was ich kann, ist unbezahlbar!Von Anneliese Mayer, München |
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Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2001 zum „Internationalen Jahr der Freiwilligen“ ausgerufen. Weltweit beteiligen sich daran 123 Länder, die sich verpflichtet haben, der Freiwilligenarbeit eine größere Anerkennung zukommen zu lassen. Deutschland will mehr Menschen für das Ehrenamt begeistern, den freiwilligen Einsatz aufwerten und die Rahmenbedingungen verbessern. |
Freude und Last - der „Lohn“ für den freiwilligen Einsatz Arbeiten Freiwillige nur für ein „Vergelt’s Gott“, das sie meinem Eindruck nach leider auch zu wenig hören? Es gibt keine geldwerte Gegenleistung, das wissen und akzeptieren die Ehrenamtlichen. Was sie tun und können, ist unbezahlbar. Aber nicht nur deshalb, weil vielleicht zu wenig Geld für bestimmte Aufgaben vorhanden ist. Sondern deswegen, weil der „Lohn“ ihres Einsatzes sich ausdrückt in den lachenden Gesichtern der Kinder, der Menschen mit Behinderung, der Alten und Kranken. Oder in der Begeisterung über eine gelungene Aktion. Oder im Erkennen der eigenen Stärken und Fähigkeiten, mit denen man anderen eine Freude bereiten kann. Dennoch ist die Schattenseite nicht zu verschweigen, die sich zeigt, wenn der ehrenamtliche Einsatz zur Last wird, wenn das Gefühl entsteht, man sei nur Lückenbüßer für Aufgaben, die niemand machen will. Erlebt ein Ehrenamtlicher über lange Zeit mehr Last und Frust als Freude, ist es an der Zeit zu handeln. Ein klärendes Gespräch mit den Hauptamtlichen kann helfen, den Einsatz neu zu bedenken - oder in letzter Konsequenz diesen Dienst zu beenden. Denn ein Ehrenamt soll Freude machen und nicht nur permanente Last für den sein, der sich eine Aufgabe freiwillig ausgesucht hat. Dank und Wertschätzung - die Antwort auf die Freiwilligendienste Ein „Vergelt’s Gott“, das Dank und Wertschätzung für die Freiwilligendienste ausdrückt, kann in vielen Formen gesprochen werden. Ein jährliches „Danke-Fest“ für die Freiwilligen oder die Würdigung ihrer Dienste durch Urkunden und Ehrennadeln sind Wege, wie auch im öffentlichen Raum die kirchen- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Ehrenamtlichendienste dargestellt werden kann. Da die Zeit des freiwilligen Einsatzes auch eine Erweiterung der „sozialen Kompetenz“ bedeutet, sind die Arbeitgeber gehalten, bei Anstellungen die ehrenamtliche Tätigkeit als Qualifikationsmerkmal stärker zu beachten und anzuerkennen. Vielleicht ist das „Internationale Jahr der Freiwilligen 2001“ ein Anstoß, so manches zu verbessern. Der Dank gilt auf alle Fälle jetzt schon all denen, die bereit sind, sich freiwillig für andere einzusetzen. Herzlich „Vergelt’s Gott!“ Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: „Misericordia, Zeitschrift der Barmherzigen Brüder in Bayern“, 4/2001 |
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