Die Aufgaben werden neu verteilt |
| Fast überall werden neue, pfarreiübergreifende Seelsorgeeinheiten geplant. Häufige Reaktion: Unverständnis, Ärger bis hin zu Resignation. Aber vielleicht liegen in diesen Veränderungen auch Chancen. Domkapitular Dr. Robert Zollitsch, Personalreferent der Erzdiözese Freiburg, sieht viel Positives an der Entwicklung.
Die Zahl der Priester geht zurück, hauptberufliche pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommen hinzu. Das verlangt eine andere Form der Pastoral als bisher und stellt neu die Frage nach dem Verständnis und der Aufgabe des Priesters. |
Ein Team aus Hauptamtlichen Entscheidend für ein Seelsorgeteam ist, daß es stets eine ganze Seelsorgeeinheit im Blick hat und sich gemeinsam für das Ganze verantwortlich weiß. Darin liegt zugleich die Chance, daß jedes Mitglied des Seelsorgeteams eigene Aufgaben und Bereiche übernimmt und so seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden kann. Dabei können einzelne Mitglieder des Teams neben ihren primär kategorialen Aufgaben auch territoriale Schwerpunkte setzen und etwa als Ansprechpartner einzelnen Gemeinden für deren Anliegen eigens zur Verfügung stehen. Die Fruchtbarkeit eines Seelsorgeteams hängt entscheidend von der Kooperation ab. In dem Maß, wie sie gelingt, öffnet sie zunehmend auch Räume für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden, die durch den Stil des Seelsorgeteams in die Verantwortung einbezogen werden. Dabei beraten und begleiten die Mitglieder des Seelsorgeteams die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unterstützen sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Vielfalt der Dienste als Chance Gerade die Leitung einer Seelsorgeeinheit und eines Seelsorgeteams von hauptberuflichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ruft verstärkt nach dem Dienst der Einheit und der Ausrichtung auf die Communio der Kirche. Dies ist weit mehr eine geistliche denn eine organisatorische Frage. In dem Maß, in dem wir die Vielfalt der Dienste in der Pastoral als Geschenk des Herrn an seine Kirche annehmen und die Zusammenarbeit als Bereicherung und Chance begreifen, werden wir miteinander Antworten finden und entdecken, daß die Konzentration auf die Aufgaben, die dem Priester aufgrund seines Amtes zukommen, nicht primär Einschränkung oder Begrenzung, sondern vor allem Vertiefung bedeutet. |
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