MAGAZIN FÜR BERUFE DER KIRCHE

Dank an den Schöpfer

Du hast uns alles zu Füßen gelegt

Lobpreis
Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden.

„Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.“ (GL 496)

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Alles, was du geschaffen hast, ist gut.
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Die Welt kündet deine Weisheit und Größe.
Der Mensch kann dich erkennen und dir dienen.
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Du lässt uns in der Sorge um die Welt nicht allein.
In Jesus Christus ist uns deine Liebe erschienen.
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Auf ihn hin ist alles geschaffen;
er schenkt uns die Fülle des Lebens.
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Er heilt die Wunden der Schöpfung
und gibt uns unzerstörbare Hoffnung.
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Er ist der Anfang einer neuen Schöpfung;
durch ihn willst du die Welt vollenden.
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Gepriesen bist du, Herr unser Gott, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn.
Im Heiligen Geist versammelt, stimmen wir ein in den Lobgesang der himmlischen Chöre.

Lied: „Gott liebt diese Welt“ (GL 297,1-2)

Einführung
Der heilige Augustinus sagt einmal: „Wir wachsen, wenn uns Gott segnet, und wir wachsen, wenn wir Gott preisen. Beides ist gut für uns. Das erste ist, dass Gott uns segnet. Und weil er uns segnet, können wir ihn preisen. Von oben kommt der Regen; aus unserem Erdreich wächst die Frucht.“
Alles Lebendige soll leben können, nicht nur um der Nützlichkeit des Menschen willen, sondern um der Fülle, um der Schönheit und Vielfalt der Schöpfung willen, einfach, um zu leben und dazusein.

Hymnus (zunächst die Strophen 1-4)

1. Mein Gott, ich will dich loben,
mich deiner Wunder freun.
Aus Licht und Glanz gewoben
hüllt ein Gewand dich ein.
Die Wolken sind dein Wagen,
im Wind fährst du daher,
und deine Spuren tragen
das Erdreich und das Meer.

2. Du hast die Welt gegründet,
den Himmel ausgespannt,
die Sterne angezündet
mit schöpferischer Hand.
Du machst zu deinen Boten
die Flammen und den Wind,
weckst Leben aus dem Toten,
das überreich beginnt.

3. Das Land grünt wie ein Garten
voll Früchten, die du schenkst,
und alle Tiere warten,
dass du sie nährst und tränkst:
des Meeres Fischgewimmel,
in Wald und Feld das Wild,
die Vögel unterm Himmel,
das Vieh, das hungrig brüllt.

4. Es lebt von deinem Segen,
was atmet und gedeiht.
Herr, du befiehlst dem Regen
und gibst ihm Fruchtbarkeit.
Aus Trauben und Getreide
der Wein, das Brot entstehn.
Das ist des Menschen Freude
und macht sein Antlitz schön.

5. Du lässt die Sonne scheinen
und hast den Mond gemacht
und ordnest, Herr, nach deinen
Gesetzen Tag und Nacht.
Wie reich sind deine Werke,
wie sinnvoll angelegt!
Mit Weisheit und mit Stärke
tust du sie unentwegt.

6. Die Schöpfung zu erneuen,
Herr, höre niemals auf.
Du sollst dich an ihr freuen
und ihrem Weiterlauf.
Hilf, dass wir Frieden halten
mit deinem Eigentum
und diese Welt verwalten
zu deines Namens Ruhm.
(Melodie: GL 468)

Gebet
Ewiger Gott! Du bist unser Schöpfer und Vater. Du bestimmst den Lauf der Dinge und hältst bergend deine Hand über uns Menschen. Erweise dich als der Herr der Schöpfung, damit wir in Achtung und Ehrfurcht vor deinem Werk leben und so deine liebende Gegenwart erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schriftwort:
Lesung aus dem Buch der Weisheit (11,20-26)

Wechselgebet:
(nach dem Sonnengesang des hl. Franziskus)

V: Wir loben dich.
A: Wir preisen dich.
L: Sei gepriesen, Gott, du Schöpfer der Sonne.
Sie bringt uns das Licht des Tages. Sie ist ein Gleichnis deiner Herrlichkeit.
V: Wir loben dich.
A: Wir preisen dich.(wird nach jeder Preisung wiederholt)

L: Sei gepriesen, Gott, du Schöpfer von Mond und Sternen.
Du hast sie gebildet als Leuchten der Nacht.

L: Sei gepriesen, du Schöpfer von Wind und Luft.
Durch den bewölkten und heiteren Himmel,
durch jegliches Wetter erhältst du deine Geschöpfe am Leben.

L: Sei gepriesen, du Schöpfer des Wassers.
Es ist nützlich, es erfrischt und tränkt deine Geschöpfe.

L: Sei gepriesen, Gott, du Schöpfer des Feuers.
Es wärmt und erleuchtet, es ist gewaltig und stark.

L: Sei gepriesen, Gott, du Schöpfer der Erde.
Sie trägt und erhält uns, sie bringt vielerlei Früchte hervor und Kräuter und Blumen.

L: Sei gepriesen, Herr, du Schöpfer allen Lebens.
Du hauchst allem deinen Atem ein und spendest uns Segen in Fülle.

L: Sei gepriesen, Herr, du Schöpfer des Menschen.
Deinem Bildnis sollen wir gleichen. Durch unserer Hände Arbeit willst du deine Schöpfung lenken und vollenden.

L: Sei gepriesen, Gott, du gütiger Vater.
Durch deinen Sohn hast du uns erlöst. Sein Tod und seine Auferstehung rufen uns in dein wunderbares Licht.

L: Sei gepriesen, Gott, du Schöpfer des Himmels.
Die Scharen der Engel und Heiligen preisen dich mit nie endendem Lobgesang. Auch uns berufst du in dein Reich, um dich zu verherrlichen.

Gesang: „Erfreue dich, Himmel“ (GL 259).

Gottes gute Schöpfung
V: Gott und Schöpfer der Welt. Du hast die unermesslichen Weiten des Alls ins Dasein gerufen. Auch wir sind das Werk deiner Hände. Die Erde hast du für uns erschaffen und uns anvertraut, nicht dass wir sie beherrschen und ausbeuten, sondern dass wir sie hegen und pflegen.
A: Wir danken dir und preisen dich.

V: Die geheimnisvolle Ordnung der Schöpfung, ihr Leben und ihre Vielfalt spiegeln deine Schönheit. Du bist die Quelle des Lebens, die nie versiegt und die stärker ist als die Mächte des Todes und der Zerstörung.
A: Wir vertrauen, dass das Leben stärker ist als der Tod.

V: Du überlässt die Schöpfung nicht ihrem Schicksal. Du bleibst in ihr gegenwärtig und setzt in ihr dein Leben spendendes Werk fort. Uns beauftragst du, an deinem göttlichen Wirken teilzuhaben.
A: Wir danken dir für diesen Auftrag.

V: Alle Geschöpfe sind von dir, und deine Güte durchdringt die ganze Schöpfung. Deshalb sollen wir alles Leben heilig halten. Weil wir diesen Auftrag vergessen haben, ist das Leben auf der Erde bedroht.
A: Hilf uns, verantwortlich mit deiner Schöpfung umzugehen.

V: Als eine unter vielen Arten sind wir Menschen Glieder der lebendigen Schöpfungsgemeinschaft. Uns, deinen bevorzugten Geschöpfen, ist aufgetragen, die Rechte kommender Generationen zu achten und die Ganzheit der Schöpfung zu bewahren.
A: Hilf uns, das Antlitz der Schöpfung nicht zu entstellen.

V: Gott des Lebens, wie Jesus mit dieser Welt umgeht, macht deutlich, was du mit deiner Schöpfung vorhast. In seinen Gleichnissen macht er die Natur zur Künderin des Himmelreiches. Er bezeugt dich als Vater, der für alle, für Mensch und Tier, für Gute und Böse, sorgt.
A: Gib uns Freude am Leben, und mach uns dankbar, dass du für alle Geschöpfe sorgst.

V: Jesus heilt die geschundene Schöpfung in der Begegnung mit Menschen, die krank und ins Böse verstrickt sind. Seine zärtliche Liebe drängt ihn, dich, den Schöpfer, zu loben. Er setzt sich ein für das Recht der Geringsten, der Schwächsten, der Ärmsten, der Verachteten.
A: Hilf uns, dass wir wie Jesus uns einsetzen für jene, die keine Rechte haben, damit auch sie an deiner Schöpfung sich freuen können.

V: Gott des Lebens, Schöpfer der Welt. Alles, was ist, hast du aus dem Nichts gerufen. Du hast uns Menschen geschaffen nach deinem Bild und Gleichnis und uns deine Schöpfung anvertraut. Gib uns den Geist deines Sohnes, damit wir mit der Erde umgehen, wie du es von uns erwartest, und dem Vertrauen gerecht werden, das du in uns setzt.
Von dir dürfen wir alles erhoffen. So dürfen wir zu dir beten, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat:
A: Vater unser ...

Lied: „Singet, danket unserm Gott“ (GL 277)

Segensbitte
Allmächtiger Gott, Schöpfer der Welt und Herr des Lebens. Alles steht in deiner Macht.
Du bist unser Vater, und du weißt, was wir zum Leben brauchen.
Gib uns Ehrfurcht vor allen Geschöpfen und vor den Kräften der Natur.
Beschütze unsere Felder und Fluren, unsere Gärten und Wälder vor Missbrauch und Verderben, vor Vergiftung und Verwüstung. Segne das Werk unserer Hände und unseres Geistes, unsere Arbeit auf Feld und Flur, in Familie und Beruf.
Wir vertrauen auf deine Hilfe. Sei uns nahe und steh uns bei.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. (Amen.)

Marienlied zum Abschluss:
GL 570 oder 703 (abends)