Bewahrung der Schöpfung – diesen Auftrag nimmt die KLJB Bayern seit jeher sehr ernst. So entwickelte sie in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Projekten und Themenschwerpunkten, um ihre Mitglieder – 25.000 in ganz Bayern – zu sensibilisieren. Im Projekt „Eternergy“, das 2002/2003 durchgeführt wurde, lag das Augenmerk auf erneuerbaren Energien. Dazu gab es verschiedenste Bildungsangebote auf Landes-, Diözesan-, Kreis- und Ortsebene. Als reale Anbindung und Veranschaulichung des Projekts hat sich die KLJB Bayern als Kommanditistin an einem Windpark in Bidingen/Allgäu beteiligt. Zum Abschluss des Projektes wurde außerdem der Werkbrief „Eternergy – viel Wind um Energie“ veröffentlicht mit Informationen, Tipps und Methoden rund um das Thema „Energie“.
Ausgezeichnet
Die Auswirkungen der Gentechnik auf die Landwirtschaft, mit der sich die KLJB Bayern bereits in den 80er Jahren beschäftigt hat, der Ausstieg aus der Atomkraft oder der Klimawandel sind weitere Themen, die die Arbeit der KLJB Bayern prägten und weiterhin prägen. Mit ihrem Engagement wird sie über den kirchlichen Kontext hinaus als kompetenter Umweltverband wahrgenommen und angefragt; dadurch wird sie auch dem Auftrag der Kirche gerecht, sich aus christlicher Motivation heraus mit wichtigen Themen in der Gesellschaft und Politik zu Wort zu melden. Im Jahr 2008 wurde das Engagement der KLJB Bayern auch offiziell gewürdigt. Der damalige Umweltminister Ottmar Bernhard verlieh der KLJB Bayern die Bayrische Umweltmedaille.
Ökologisch
Immer wieder mischt sich die KLJB ein, wie z.B. in die Diskussion um Patente auf Leben oder die Klimaschutzbestrebungen in den bay-
erischen Diözesen. Dabei fordert sie nicht nur Einsatz von anderen, sondern verpflichtet sich auch selbst dazu, ökologische Grundsätze zu beachten. Auf dem Gebäude, in dem die Landesstelle untergebracht ist, wurden vor zwei Jahren eine Photovoltaik- und eine Solaranlage installiert. Die Delegierten der Landesversammlung haben sich auf ein freiwilliges Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen geeinigt und auf Veranstaltungen wird so weit wie möglich auf regionalen, biologischen und fairen Einkauf geachtet.

Die KLJB Bayern auf regionaler Radltour mit Dr. Martin Runge Bündnis90/Die Grünen
International
Die KLJB Bayern sieht sich als kirchlicher Jugendverband ganz besonders in der Verantwortung, den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung stets weiterzutragen. Dies gilt zum einen für den eigenen Verband, zum anderen beschäftigt sich die KLJB auch aus internationaler Solidarität mit diesem Thema. So arbeitet die KLJB Bayern unter anderem eng mit der UJRCS, der Partnerlandjugend im Senegal, zusammen.
Engagiert
Die Arbeit der KLJB Bayern ist auch darauf ausgerichtet, nach außen zu wirken. Sie betreibt Lobbyarbeit über Pressemitteilungen, Stellungnahmen, Gespräche und Beschlüsse und versucht so, Einfluss zu nehmen auf Entscheidungsträger in Politik, Gesellschaft und Kirche. Zum anderen versucht sie, jungen Menschen auf dem Land eine Stimme zu geben, um die Umweltthemen aus dem Blickwinkel der jungen Generation einzubringen. Die KLJB will so innerhalb der Kirche dieses Thema weiterentwickeln. Gerade die Kirche spielt hier eine wichtige Rolle: Zum einen hat sie eine große Marktmacht als Verbraucherin und zum anderen kann sie über vielfältigste Kanäle Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung betreiben.
Verantwortungsvoll
Ein großer Schwerpunkt in der Umweltarbeit der KLJB Bayern ist die Bildungsarbeit innerhalb des Verbandes. Über Studienteile bei Gremien und Versammlungen, Workshops, Projekte und Arbeitshilfen sensibilisiert sie für aktuelle Umweltthemen und regt die jungen Menschen dazu an, diese Themen weiter zu tragen und in ihren Gruppen und Gemeinden vor Ort etwas zu verändern. Ein Beispiel für diese Bildungsarbeit ist der Werkbrief „Auf Dich kommt es an!“ mit Methoden und Tipps, die Welt zu verbessern. Hier sind zum Bespiel Methoden zu finden zum Thema: „Geschmackspfad“, „Energie-Tabu“ und „Energie in der Bibel“. Dazu gibt es vielfältige Informationen und Impulse, nicht nur zu ökologischer und regionaler Ernährung, sondern auch zum Energiesparen und zu Themen wie Werte und Preise und Respekt vor dem Alter. ⊗