Ein Beruf mit ZukunftVon Dr. Andreas Verhülsdonk, Referent für Religionspädagogik im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn |
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Hohe Wertschätzung |
Diese
Sorge brauchen heutige Studienanfänger nicht mehr zu
haben. Aufgrund der Altersstruktur der
Religionslehrerschaft – viele sind 55 Jahre und älter
– wird in den nächsten 5 bis 10 Jahren der
Einstellungsbedarf in diesem wie auch in anderen Fächern
deutlich steigen. Mehr noch: In fast allen Schulformen –
besonders in der Sekundarstufe I sowie in den Berufs- und
Sonderschulen – droht ein Mangel ein Religionslehrkräften.
In den Berufs- und Sonderschulen fallen schon heute in
vielen Regionen 50% und mehr der Pflichtstunden aus, wie
der jüngste Bericht der Kultusministerkonferenz „Zur
Situation des Katholischen Religionsunterrichts in der
Bundesrepublik Deutschland” (Der Bericht ist im Internet
verfügbar unter www.kmk.org/doc/publ/Bericht-Kath-Religionsunterricht.pdf)
feststellt. Dabei ist die Berufsschule ein hoch
interessantes Berufsfeld. Hier hat man es mit Jugendlichen
ohne Schulabschluss, aber auch mit Abiturienten, mit
angehenden Friseuren und Metzgern oder mit zukünftigen
Bankkaufleuten und IT-Fachkräften zu tun. Eine lohnenden Aufgabe Die Berufsaussichten für angehende Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind also durchweg gut – vorausgesetzt, man bringt die notwendigen Eigenschaften für Studium und Beruf mit. Dazu gehören vor allem das Interesse an religiösen und theologischen Fragen und die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im Religionsunterricht sind die Lehrerinnen und Lehrer mehr noch als in anderen Fächern nicht nur mit ihrem Fachwissen, sondern auch als Person gefordert. Sie sollen überzeugt sein von dem, was sie lehren. Die Entscheidung, Religionslehrerin oder Religionslehrer zu werden, ist deshalb immer auch eine Entscheidung für den christlichen Glauben und für ein Leben mit der Kirche (vgl. den Artikel von Winfried Engel zur Missio canonica S. 19). Der Weg zum Beruf führt über ein Lehramtsstudium, das neben dem Fach Katholische Religion noch mindestens ein weiteres Fach und erziehungswissenschaftliche Studien umfasst. Dem interessanten Studium entspricht ein Beruf, bei dem nie Langeweile aufkommt. Es sind die Kinder und Jugendlichen, die im Wechsel der Generationen alte Fragen auf neue Weise und manchmal auch wirklich neue Fragen stellen. Antworten auf diese Fragen finden, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsenen begleiten – gibt es eine lohnendere Aufgabe? |
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