Vorpraktikum für pastorale Berufe |
| Was z.B. für die Ausbildung zur Erzieherin im Kindergarten Voraussetzung ist, gibt es für die pastoralen Berufe noch kaum. Gewiß kann jemand nach dem Abitur in einer Pfarrei ein Praktikum machen, aber ein regelrechtes "Vorpraktikum" von einem Jahr Dauer, das auch arbeitsrechtlich und von der Vergütung her abgesichert ist, gibt es vermutlich nur in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Diözesanstelle Berufe der Kirche in Rottenburg, die mit der Beratung und Begleitung der Interessenten und der Praktikanten und Praktikantinnen betraut ist, beschreibt die wesentlichen Punkte dieses Angebots. Das Vorpraktikum gibt Gelegenheit: - die Berufsfelder in der Gemeinde näher kennenzulernen - in einen Austausch mit Priestern, Diakonen, Pastoralreferenten/-innen und Gemeindereferenten/-innen zu kommen - die Realität des Berufsalltags in der Seelsorge zu erfahren - eigene Motivationen für einen solchen Beruf zu überprüfen bzw. zu vertiefen - eigene Begabungen bzw. die Eignung für einen solchen Beruf zu entdecken und zu testen - die Entscheidung für einen solchen Beruf wachsen zu lassen, Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium zu verbessern Voraussetzungen: - Realschulabschluß und abgeschlossene Berufsausbildung oder Fachhochschulreife bzw. Abitur. Im Anschluß an die Fachhochschulreife bzw. an das Abitur ist dieses Vorpraktikum möglich. - Interesse an einem Fach- bzw. Fachhochschulstudium oder Universitätsstudium mit dem Ziel, einen pastoralen Beruf in der Diözese Rottenburg-Stuttgart anzustreben. - Nach Möglichkeit Teilnahme an Informationstagungen der Diözesanstelle Berufe der Kirche. - Persönliches Beratungsgespräch mit dem Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche. Dauer: In der Regel dauert ein Vorpraktikum ein Jahr. Beginn und Ende des Vorpraktikums orientieren sich am Schuljahr. |
Begleitung: Einzelberatung und verpflichtende Teilnahme an Einführungs- und Besinnungstagen, die vom Personalreferat in Zusammenarbeit mit der Diözesanstelle Berufe der Kirche durchgeführt werden. Gesprächspartner vor Ort sind der Pfarrer bzw. die pastoralen Mitarbeiter/innen in der Gemeindepastoral und Religionslehrer/innen in der Pfarrei. Arbeitsfelder: Kennenlernen der Vielfalt der Gemeindearbeit, z. B.: - Jugendarbeit, - Mitarbeit bei der Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Firmung - Besuchsdienste bei alten und kranken Gemeindemitgliedern - Hospitation im Religionsunterricht und eventuell im Kindergarten - Aufgaben im Pfarrbüro - Mitarbeit bei Vorbereitung von Gottesdiensten und Gebetskreisen - Teilnahme an den Sitzungen des Kirchengemeinderates und am Pastoralgespräch - Mitarbeit bei Gesprächskreisen in verschiedenen Gremien - und vieles andere. Einblick in die Seelsorge, deren Ansprüche und Erfordernisse, deren Methoden und Wege. Vergütung: Die Vergütung beträgt 25% der Vergütung der Praktikanten für den Beruf des Erziehers, das sind gegenwärtig DM 500,49. Darüber hinaus werden die tatsächlichen Miet- und Mietnebenkosten auf Antrag bis zu einer Höhe des Sachbezugswertes (DM 327,-) erstattet. Arbeitsvertrag: Zwischen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Vorpraktikantin / dem Vorpraktikanten wird ein befristeter Ausbildungsvertrag geschlossen, welcher Dauer, Arbeitszeit und besondere Erfordernisse des Kirchlichen Dienstes regelt. Information und Beratung: Diözesanstelle Berufe der Kirche Postfach 9 Sprollstraße 20 72101 Rottenburg Tel.: 07472/169-375 oder 379 |
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