Weil neue Zeiten neue Wege brauchen |
| Eine Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe gibt es im Bistum Münster schon lange. Jahr für Jahr erhielten die Mitglieder den bundesweiten Verbindungsbrief mit einem Anschreiben aus der Diözesanstelle. Könnte der glimmende Docht neu aufleuchten? Sr. Katharina Kluitmann berichtet vom Wagnis des Neuanfangs. Mut zum Neubeginn Beim Leiter der Diözesanstelle "Berufe der Kirche", Kaplan Paul Hagemann, wuchs mit den Jahren die Unzufriedenheit damit, nur Material zu verschicken. "Es gäbe so viel zu tun: zu motivieren, zu aktivieren, aber ich schaffe nicht alles allein." Jetzt hat er Verstärkung bekommen: Sr. Katharina Kluitmann, Pastoralreferentin. Das gab Freiraum. Zuerst wurde eine Bestandsaufnahme gemacht: Wer von den 500 Angeschriebenen wollte wirklich noch dazugehören? Mit einer Rückmeldekarte ergab sich: 100 echte Interessenten! Ein geschrumpfter, aber realistischer Bestand! Daneben brachte die Aktion noch ein Ergebnis: Auf vielen Karten standen Grüsse, Kommentare. Alle wurden persönlich beantwortet. Gebetsgemeinschaft, das soll ein Netz von Kontakten werden. Ein erster Besinnungstag, Besuche von Kaplan Hagemann und Schwester Katharina in Gemeinden und von Betern in der Diözesanstelle folgten. Es tut sich was. Und das soll wachsen! |
Darum wirbt "Berufe der Kirche" persönlich und durch eine große Handzettel-Aktion für die Gemeinschaft. Im Handzettel bittet der Bischof, Dr. Reinhard Lettmann, um Unterstützung dieses Anliegens. Dort wird auch das alte Kürzel PWB neu gedeutet (siehe Kasten). Feierliche Neugründung Am 24. April 1999 lädt der Bischof nach Billerbeck ein, zu einem großen Wallfahrtstag. Feierlich soll hier die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe PWB neu gegründet werden. Auch im Jugendprogramm von "Berufe der Kirche" wird darauf aufmerksam gemacht: "Wer ernsthaft seinen eigenen Weg sucht, weiß: Berufung braucht Begleitung, Berufung braucht Gebet ( ... ) Wer betet, leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Zukunft der Kirche. Er oder sie prägt dem, was kommt, den Stempel Gottes auf. Solches Beten ist ganz nah am Leben. So zu beten, das ist auch für die eine Hilfe, die selbst auf der Suche sind." Aufbruch für eine Kirche der Zukunft, mit jung und alt, für jung und alt. Die erste Resonanz läßt hoffen. Täglich kommen Anmeldungen für die Gemeinschaft und den Wallfahrtstag. "Gott läßt wachsen unsere Gemeinde bereitet den Boden für die Berufungen" warum nicht auch auf diesem Weg?! |
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