Ich bin gerne Priester!

Manfred Rütsche,
Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche in München und Religionslehrer im Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau

Ich erlebe meinen Dienst als ein Geschenk und eine wechselseitige Bereicherung, Menschen in ihrem Leben zu begegnen und sie in Ihrem Glauben zu begleiten. So kann ich in unserer Kirche auf vielfältige Weise an verschiedenen Orten und Aufgaben wirken. Eine besondere Freude ist es immer wieder im Gottesdienst die tiefere Dimension des Glaubens der Gottesbegegnung gemeinsam zu erleben und zu feiern. Es bedeutet eine Auszeichnung als Vorsteher mit der Gemeinde - Junge und Alte, Männer und Frauen, Alleinstehende, in Beziehung lebende Menschen und Familien gleichermaßen Gottesdienst - zu feiern.
In meinen beiden Arbeitsbereichen liegen die Akzente sicherlich anders als in der Pfarreiarbeit. In der Leitung der Diözesanstelle Berufe der Kirche in München liegen sie in der Koordination der berufungspastoralen Aufgaben, aber auch darin, konkret zu helfen, die Berufung der Einzelnen freizulegen und zu fördern. Im gymnasialen Schuldienst liegt der Akzent sicherlich darin, junge Menschen auf ihrem Weg ins Leben zu unterstützen und die befreiende Botschaft Jesu in ihre Lebenswirklichkeit so zu transportieren, dass sie erfahrbar werden kann. Dabei ist es wohl selbstverständlich, dass man hinter den eigenen Erwartungen oder denen der anderen immer auch etwas zurückbleiben wird. Was zählt ist die Motivation und die Begeisterung für den Dienst, für den man gerade beauftragt ist.

Pfarrer Dr. Karl-Hanns Haas,
Mitarbeiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche, Stuttgart

Es ist faszinierend Gottes Botschaft in meinem Leben Raum zu geben. Zu entdecken, wie Gott auf vielfältige Weise zu uns Menschen spricht.
Es ist bereichernd, Menschen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg begleiten zu dürfen, mit ihnen Gottes Gegenwart im Alltag zu entdecken.
Als Priester darf ich ihnen ganz nah sein, in der Sakramentenspendung, im persönlichen Wort, in der stillen Begleitung.

Täglich neu erfahre ich, bei allen Herausforderungen, die der Tag so mit sich bringt, wie Gott mein Leben bereichert, wie er mir Sinn und Halt schenkt.
Es ist erfüllend Priester zu sein.

Pfarrer Karl Mair,
Augsburg

In meinem priesterlichen Dienst gefällt mir, Menschen begleiten zu können bei der Suche nach dem Sinn ihres Lebens und des Lebens überhaupt.
Diese Suche bringt mich mit vielen Menschen zusammen in den verschiedensten Lebenslagen, mit den verschiedensten Erfahren und verschiedenen Alters.
Froh werde ich dabei, wenn ich die Botschaft Jesu als Lenshilfe erklären kann.
Immer geht mir in diesen Begegenungen auf, welcher Reichtum im Wort der Bibel steckt und wie unersetzbar Jesu Botschaft ist.
Dankbar bin ich, dass ich diesen Dienst tun darf und tun kann Ich habe daher immer Hoffnung und Hilfe für mich und auch für andere.

Pfarrer Gunther Drescher,
Emmerting

„Die große Freude am Priestersein ist es, als gerufener und berufener Christ in der direkten Nachfolge Jesu Christi zu stehen und durch diese Berufung im täglichen Beten und im Feiern der Gottesdienste zu erfahren, dass ich als Mensch von Gott angenommen bin mit meiner ganzen eigenen Art, mit meinen Stärken und Schwächen. Durch diesen Glauben weiß ich mich aufgehoben als Kind Gottes in der Liebe Gottes und kann mich in den Dienst stellen lassen ‚Gott und den Menschen nah‘, wie es der Passauer Pastoralplan zum Thema hat. Gerade in der Begegnung mit den Menschen, in den Gesprächen, im Religionsunterricht, bei den Besuchen, in der Sakramentenvorbereitung... wird Gott lebendig und erfahrbar. Diesen Gott durch ein gläubiges und glaubwürdiges Leben zu verkünden, ist die wahre Freude am Priestersein.“