Chefsache BerufungspastoralIn der Diözese Eichstätt begleitet der Bischof selbst |
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Seit 1998 gibt es in der Diözese Eichstätt den „Interessentenkreis für Glaubens- und Lebensfragen“, der einerseits völlig offen ist, anderseits aber auch bewusst geistliche Berufe, besonders Priesterberufe fördern will. Der Kreis wurde von Bischof Dr. Walter Mixa gegründet, und er nimmt auch in aller Regel an den jährlich sechs Wochenenden teil. Marco Schneider, der seit Anfang dabei ist, berichtet. |
zusammengestellt werden, erleichtern die Arbeit; in Gruppen wird das Thema erörtert und erarbeitet. In der anschließenden Diskussion über die Ergebnisse kann jeder seine Bedenken und Kritik äußern - ohne dabei gleich mit skeptischen Blicken angeschaut zu werden. Beeindruckend für mich ist hier immer wieder, wie ehrlich und offen Bischof Walter zu uns spricht, oftmals auch persönliche Erfahrungen, die er teilweise aus seiner 25-Jährigen Erfahrung als Stadtpfarrer und Religionslehrer in Schrobenhausen gemacht hat, in die Runde einbringt. „Mit Gott fang an, mit Gott hör’ auf: das ist der schönste Lebenslauf”, besagt ein Sprichwort. Die Zusammenkünfte des Interessentenkreises beginnen am Freitagabend mit dem Gebet der Vesper und enden am Samstag mit der gemeinsamen Eucharistiefeier. Gottesdienst nimmt also hier einen breiten Raum ein; es sind für mich auch immer Zeiten des „Zur-Ruhe-Kommens”, des „Sich-auf-Gott-einlassens” - denn oft bleibt gerade für das Stundengebet der Kirche im Alltag wenig Zeit. Bewusst halte ich mir die Termine des Interessentenkreises frei und bleibe nur weg, wenn es unumgänglich ist: aus jedem Treffen nehme ich etwas mit, das mich in meinem Alltag und auch in meinem Glauben stärkt, und wenn es nur ein Gedanke, ein Wort ist, das sich mir eingeprägt hat. Kein Rekrutierungsbüro Ein weiterer Zielpunkt von Bischof Walter Mixa war bei der Gründung des Kreises sicher auch die Förderung der geistlichen Berufe. Er betont immer wieder, wenn „Neue” dazukommen, dass der Kreis kein „Rekrutierungsbüro” für das Priesteramt, aber durchaus für geistliche Berufungen offen ist. Da ich selber ab und an über meine eigene Berufung nachdenke, ist der Interessentenkreis sicher eine Hilfe, ja vielleicht sogar eine Stütze, dieser Berufung nachzuspüren und sie dann auch zu entfalten; bestimmt aber ein Prozess, der nicht nach der Teilnahme an einem Treffen abgeschlossen ist. Gerade für diesen Gesichtspunkt der eigenen Berufung ist es vielleicht nicht falsch gewesen, damals die Treffen des Interessentenkreises im Priesterseminar stattfinden zu lassen. In ungezwungener Atmosphäre besteht hier durchaus die Möglichkeit, mit dem einen oder anderen Priesteramtskandidaten ins Gespräch über dessen Berufungsweg zu kommen. Gemeinschaft im Glauben Gemeinsame Erlebnisse wie die Teilnahme am Weltjugendtag 2000 in Rom, die zurückliegende Urlaubsfahrt, die uns im August letzten Jahres nach Ungarn geführt hat und nicht zuletzt die Wochenenden im Priesterseminar, sind Aspekte der Gemeinschaft, die der Interessentenkreis auch bietet. Ich kann mich verbunden wissen mit vielen anderen Jugendlichen und weiß: „Du bist mit dem Glauben an Gott nicht allein!” Für mich war es sicher keine falsche Entscheidung, zu der Anfrage von Bischof Mixa im August 1998 „ja” zu sagen. |
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