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Für das Jahr 2001 hat das Erzbistum Köln das Thema „Geistliche Berufe“ zum Schwerpunkt der gesamten Pastoral erklärt. Darüber hinaus ist ein ganzes Bündel von besonderen Aktionen für dieses Jahr vorgesehen.
Seelsorgeamtsleiter Prälat Dr. Heiner Koch sieht das Unternehmen ganz realistisch: „Bei den vielen Vorbehalten gegen die geistlichen Berufe und ihre Förderung, erscheint es mir müßig zu sein zu warten, dass alle Verantwortlichen, alle Gemeinden und Verbände dieses Anliegen mittragen. Es scheint mir mehr Sinn zu machen, Solidaritätsgemeinschaften aufzubauen aus Laien, Diözesanklerus und Ordensleuten, denen die Förderung der geistlichen Berufe ein besonderes Herzensanliegen ist. Mit ihnen dieses Jahr zu prägen wird hoffentlich für alle Beteiligten und für das Anliegen ein großer Gewinn sein.“
Pfarrer Michael N. Schenk, Direktor der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ im Päpstlichen Werk für Geistliche Berufe stellt das Jahr in einigen wichtigen Grundlinien vor.
Personales Angebot
Die Ankündigung durch Erzbischof Joachim Kardinal Meisner an die Priester, Diakone, Ordensleute und Mitarbeiter im pastoralen Dienst erfolgte im September 2000. Über 130 Interessierte trafen sich zum sogenannten Motivationstag im Kölner Priesterseminar. Viele haben ihre Bereitschaft erklärt, als „berufene Rufer“ zur Verfügung zu stehen und ihre Kreativität und ihr Engagement bistumsweit als Wegbegleiter und -begleiterinnen für das Jahr der Geistlichen Berufe einzusetzen.
Unter dem Motto www.komm-und-sieh.de, das gleichzeitig Zugang zur neu erstellten Homepage der Diözesanstelle sein wird, wollen Pfarrer, Kapläne, Diakone, Laien in der Pastoral und Ordenschristen ihre Häuser öffnen. Ob persönliche Wegbegleitung, Berufungswochenenden, Mitwohn-Projekte oder Schul-Praktika, das breite Angebot offen stehender Häuser dient dem Gesamtprojekt als Grundlage.
Sich gemeinsam in Bewegung setzen
Sogenannte „Berufungswege“ in verschiedenen Städten wie Köln, Düsseldorf, Bonn etc. laden Interessierte, Schulklassen, Firmgruppen zu thematisch aufgebauten Kurzbesuchen in kirchlichen Einrichtungen und an berufungsrelevanten Orten oder Denkmälern ein.
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Dass wir wanderndes Gottesvolk innerhalb der sich manchmal so schnell verändernden Welt bleiben, verdeutlichen die Wandertage in den verschiedenen Regionen des Erzbistums, zu denen jeder mit „Bibel und Rucksack“ eingeladen ist. Diese können verbunden sein mit den zahlreichen Wallfahrtsstätten, die rechtzeitig gebeten wurden, das Anliegen für Geistliche Berufe in besonderer Weise mitzutragen.
Neben der großen Jubiläums-Pilgerreise nach Rom aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Päpstlichen Werkes der Geistlichen Berufe im Mai, ist für die Herbstferien eine Woche in Assisi für diejenigen geplant, die sich der Anfrage Gottes zu einem geistlichen Leben stellen wollen.
Neue Medien
Die zeitgenössische Chance des Internet als einen Weg zur heranwachsenden Generation greifen wir in der neuen Homepage der Diözesanstelle auf sowie durch das Angebot einiger Surf-Nächte quer durch das Jahr 2001, die wir als
„Chat-Church“ bekannt geben werden. Ergänzend dazu stehen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden katechetische Bausteine zur Verfügung wie auch Elemente für Schulgottesdienst und Unterrichtsentwürfe. Darüber hinaus auch Materialien für Glaubensgespräche mit Erwachsenen.
Das Gebet als Fundament
Aber das Jahr der Geistlichen Berufe möchte nicht nur ein Jahr der Aktion sein, sondern auch das Gebet für diese neu in den Blick nehmen. Allen Pfarreien und geistlichen Gemeinschaften, in denen der Tag des Ewigen Gebetes begangen wird, wird eine Vorlage mit Gestaltungselementen für eine besondere Gebetsstunde zur Hilfe angeboten, ebenso eine ausgearbeitete Handreichung zum Gedenken an unsere verstorbenen Seelsorger, denen wir uns durch ihr lebendiges Zeugnis heute als Kirche verdanken.
Die feierliche Eröffnung des Jahres der Geistlichen Berufe fand am 2. Februar 2001, dem Tag des geweihten Lebens statt. Am Nachmittag war im Foyer des Domforums Gelegenheit zum Gespräch und zur Begegnung mit Menschen, die auf persönliche Art und Weise von ihrem geistlichen Leben Zeugnis gaben. Getragen wurde dieser Tag durch das geistige Fundament des Gebetes in der Form einer Gebetskette: Gebetsgemeinschaften in verschiedenen Kirchen und Klöstern lösten sich bistumsweit Stunde für Stunde ab. Das gemeinsame Gebet mündete dann in das abendliche Pontifikalamt im Kölner Dom. Jede Gemeinde im Erzbistum Köln erhielt eine Kerze, die im Laufe des Jahres als stilles Gebet zu allen Gottesdiensten und Eucharistiefeiern zeichenhaft brennen soll. Gesandt mit dem Licht Christi aus der Kathedralkirche in die Kirchen vor Ort möge sich jeder und jede neu entflammen lassen zu einer gemeinsam getragenen Sorge um die Vielfalt geistlicher Berufe im neuen Jahrtausend.
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