Kirchenmusikausbildung |
| Seltenes Jubiläum: 125 Jahre Kirchen- musikausbildung in Regensburg Wird eine Institution 125 Jahre alt, ist dies natürlich ein Grund zum Feiern, verpflichtet aber auch zu einem kritischen Blick in die Zukunft. Die Kirchenmusik ist unbestritten ein so wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil der Liturgie, dass sie bei einer zukunftsorientierten Pastoralplanung auf keinen Fall fehlen darf. Wo könnten die dafür notwendigen Fachleute besser ausgebildet werden als an einem kircheneigenen Institut? Die älteste und noch immer größte Kirchenmusikschule der Welt wurde 1874 von Franz Xaver Haberl gegründet und hat von Anfang an Studierende aus der ganzen Welt angezogen. Unsere Ausbildung orientiert sich bis heute an der kirchenmusikalischen Praxis. Künstlerische Kompetenz ist dabei selbstverständlich, musikpädagogische und pastorale Aufgaben der Kirchenmusik sind ein zentrales Anliegen. Nach der Umwandlung in eine Kirchliche Stiftung 1909, der Affiliation an die Päpstliche Hochschule für Kirchenmusik in Rom 1959, die Erhebung zur Fachakademie für Kath. Kirchenmusik und Musikerziehung 1973 und der Abschließung von Kooperationsverträgen mit der Musikhochschule München in den Jahren 1989 und 1999 muss nun ein weiterer wichtiger Schritt in der Geschichte des Hauses getan werden. Es ist die Erhebung zur eigenständigen Hochschule für Kirchenmusik und eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg. Voraussetzungen, Studiengänge Das Studium der Kirchenmusik dauert 8 Semester und ist für alle Studienbewerber obligatorisch. Es schließt mit dem Kirchenmusik-B-Diplom in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München ab. Voraussetzungen sind mindestens die mittlere Reife und das erfolgreiche Absolvieren einer Eignungsprüfung. Mit dem Zeugnis eines Diplom-Kirchenmusikers kann man an Pfarreien als Chorleiter und Organist angestellt werden, als Musiklehrer in städtischen oder kommunalen Musikschulen arbeiten und auch Instrumentalunterricht an allgemein bildenden Schulen geben. Auch die Gründung von privaten Musikschulen (oft in Zusammenarbeit mit politischen oder kirchlichen Gemeinden) ist ein möglicher Erwerbszweig. |
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, pädagogische Fächer zu belegen und eine Ausbildung zum staatlich geprüften Musiklehrer
(Instrumentales Hauptfach oder Hauptfach Gesang), zum höher qualifizierten Diplommusiklehrer
(Pädagogisches Diplom) mit Hauptfach Orgel oder Klavier sowie ein Künstlerisches Diplom anzuhängen. Diese Zusatzausbildung verbessert die Chancen bei Bewerbungen und ermöglicht den Zugang als Dozent zu allen Musikausbildungsstätten bis hin zu Konservatorien oder
Hochschulen. Für besonders begabte Schüler und Schülerinnen ist ein Gaststudium mit Hauptfach Violine oder Bratsche
(Bayerisches Frühförderprojekt) möglich. Auch in anderen Fächern können nach einer Feststellprüfung Gaststudierende aufgenommen
werden. Berufsaussichten Die Berufsaussichten für Kirchenmusiker und Musikpädagogen sind so gut oder schlecht wie auf anderen Gebieten. Eine kombinierte Erwerbstätigkeit mit mehreren Standbeinen, was durch unsere vielfältigen Abschlüsse möglich wird, ist oft sinnvoll und auch relativ krisensicher. Ideenreichtum und Flexibilität sind heute in allen Branchen und erst recht in einem künstlerischen Beruf lebenswichtig. In jedem Fall hat man etwa 40 Berufsjahre vor sich und wird in einem Beruf, den man gerne ausübt, Durststrecken leichter überwinden als in einem nach kurzlebigen Prognosen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewählten „Job“ Kontaktadresse:
Weitere Informationen: |
|
|
|