Schwestern der hl. KlaraEin neuer Orden entsteht |
| P. Günther Mayer SDS, Mitarbeiter bei der Kongregation für die Ordensleute im Vatikan, berichtet, daß jedes Jahr etwa 30 neue Gemeinschaften um Anerkennung durch Rom anfragen. Eine solche neue Gemeinschaft sind die "Schwestern der hl. Klara", die 1983 in Schruns/Österreich begonnen haben. Gerne war die Gründerin, Äbtissin Sr. Margareta Sterzinger, bereit, auf Fragen des WEGBEREITER über ihre Gemeinschaft Auskunft zu geben.
Sie sind eine neue Ordensgemeinschaft. Was war der Grund für die Neugründung? Wo liegt der wesentliche Unterschied zu Ihrem Ursprung? Was sind die wichtigsten Aspekte Ihrer Lebensform? Ich habe gehört, daß Sie viel Nachwuchs haben. Worauf führen Sie das zurück? |
Kann Ihre radikale Lebensform auch auf menschlicher Ebene Erfüllung schenken oder steht die Askese im Vordergrund? Unsere Lebensform sollte auch auf menschlicher Ebene Erfüllung finden. Darum wollen wir in unseren kleinen Gemeinschaften einen familiäre Atmosphäre schaffen, wo gegenseitige Zuwendung möglich ist und Begabungen jeder Art gefördert werden. Es gestalten auch alle am Alltag mit, bereiten Feste und Gottesdienste vor und teilen im schwesterlichen Gespräch Freuden und Nöte. Würden Sie einen Versuch wagen zu beschreiben, was die geistliche Frucht Ihrer Lebensform ist bzw. sein kann? Wo sehen Sie Ihren spezifischen Dienst an der Kirche, auch an unserer Gesellschaft?
Niederlassungen der Gemeinschaft: Schwestern der hl. Klara Schloßweg 5 Am Klosterhof 3 Eremitage St. Anna Str. 50 |
UrsachenforschungUnterschiedliche Nachwuchsentwicklung |
| Die kontemplativen Orden haben relativ mehr Nachwuchs als die aktiven. Bei den Frauenorden, die die aktiven und kontemplativen Mitglieder statistisch eigens erfassen, läßt sich das zahlenmäßig deutlich nachweisen. Auf die Gesamtzahl der Mitglieder bezogen haben die kontemplativen Orden siebenmal mehr Novizen als die aktiven. Aber es gibt auch die eine oder andere aktive Gemeinschaft vor allem manche Benediktiner-Abteien die verhältnismäßig viele junge Mitglieder haben.Was sind die Gründe? Dazu die Repräsentanten der deutschen Ordensfrauen und Ordensmänner. Sr. M. Mediatrix Altefrohne, Generaloberin der Vinzentinerinnen, Paderborn, Vorsitzende der Vereinigung der Ordensoberinnen Deutschlands (VOD): |
Schließlich kommt dazu, daß die aktiven Frauenorden in der Welt sehr viel gegenwärtiger sind. Heute sieht man mit Recht mit Argusaugen auf alles Menschliche, das ja auch jede Ordensfrau noch an sich hat. Diese Seite ist in den kontemplativen Orden sehr viel verborgener.
P. Dietger Demuth, Provinzial der Redemptoristen, Köln, Vorsitzender der Vereinigung der deutschen Ordensobern (VDO): |
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