MAGAZIN FÜR BERUFE DER KIRCHE

Pilgern einmal anders - Jung und Alt mit Gott unterwegs

Gottes Anruf im Leben entdecken
und ihm nachgehen

von Verena Rüger, Augsburg

Der heutige Mensch scheint sich wieder mehr danach zu sehnen, Gott durch Pilgern näher zu kommen.
Deshalb lud die Diözesanstelle Berufe der Kirche Augsburg zu einer Sternwallfahrt in die Wallfahrtskirche Maria Schmerzen nach Vilgertshofen ein. Dabei ging es darum, den Anruf Gottes im eigenen Leben zu entdecken und für Berufung zu beten.
Gott beruft „alle“ zu einem aktiven christlichen Leben. Verena Rüger, Referentin bei der Diözesanstelle Berufe der Kirche, bereitete dieses Ereignis gemeinsam mit sehr engagierten Ehrenamtlichen der örtlichen Pfarreien und dem Pfarrer von Vilgertshofen, Pater Steevan D´Souza, vor.
Ziel war es, durch unterschiedliche Gehzeiten und Themen eine möglichst passende Form für alle Teilnehmern anzubieten, sodass sich alle Generationen angesprochen fühlen konnten. Die Gruppe „Erlebniswege“, sich aus Stof-fen (LL) auf den Weg machte, befasste sich mit dem Evangelium vom „reichen Jüngling“. Verschiedene Übungen halfen dem nachzuspüren, dass nicht das Haben glücklich macht, sondern das Sein. Zusammen mit anderen im Glauben unterwegs „sein“, für andere da „sein“, Liebende „sein“,...kann uns „reich und erfüllt“ machen.
Die Gruppe aus Epfach hatte das Thema: „Kreuze und Kapellen erzählen Geschichten vom Leben“, von Gottvertrauen, Nöten und Dank. Kirchengebäude können uns z.B. sagen, dass wir uns selber als lebendige Bausteine in der Kirche Christ sehen können und deshalb jeder von uns wichtig ist. In der Taufe wurden wir in die Kirche Christi berufen. Gott hat mich bei meinem Namen gerufen und ich darf ihm antworten.

„Pilgerstab und Muschel -sich vertrauensvoll auf Begegnung einlassen“, so lautete die Überschrift für die Pilger aus Thaining. Wie bei einer Muschel gilt es, sich für Gott zu öffnen, seine Talente zu entdecken und seinen Mitmenschen verständnisvoll zu begegnen. Der Pilgerstab ist ein Zeichen des Aufbruchs aus dem gewohnten Trott und des „von Gott Ge-führt-und Behütet-Werdens“.
Die Gruppe von Mundraching beschäftigte sich damit, wie Gott Mose auf den Weg bringt, den Auftrag, sein Volk Israel aus der Knechtschaft zu führen, anzunehmen. Dabei stellten sich die Teilnehmer der Frage, wer dieser Gott für sie ist und welchen Auftrag er für jeden hat.
Aus Pflugdorf kam die Gruppe: „Jesus weist uns den Weg“. Jesus selber spricht davon, dass er der Weg zum Vater ist. Diesen Weg finden wir oft nicht sofort. Wir müssen ihn manchmal suchen, gehen Umwege oder sogar in die Irre. Doch Gott spricht uns zu, dass er alle Wege mit uns mitgeht.
Die Familien gingen von Stadl aus einen Schöpfungsweg, der den Text von der Erschaffung der Welt als Grundlage hatte. Die Kinder erfuhren, dass Gott in unserem Leben immer zu finden ist und dass es viele Gründe zum Danken gibt. Im besonders gestalteten anschließenden Wallfahrtsgottesdienst zeigte Pfarrer Bernhard Waltner, Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche, in seiner Predigt auf, dass das Thema Berufung jeden angeht. Besonders die jungen Menschen lud Pfarrer Waltner ein, sich Gedanken über ihr Leben zu machen und darüber, was Gott mit ihnen vorhaben könnte.
Der gut besuchte Gottesdienst und die anschließende Begegnung zeigten, dass wir im Glauben nicht allein unterwegs sind. ⊗