Danke, P. Konrad!

von Provinzial P. Walter Winopal SDS

So klamm und heimlich mit ein paar Zeilen im Editorial kann und soll der Wechsel in der Redaktion nicht über die Bühne gehen. Denn mit dieser Nummer übernimmt P. Slawomir Soczynski das Steuerruder auf dem Schiff mit Namen WEGBEREITER. Den Lesern ist er ja kein Unbekannter, hat er doch seit einigen Jahren dieser Zeitschrift das Gesicht gegeben. Denn er war für das Layout und die fotografische Seite von vielen Reportagen und Artikeln verantwortlich.

P. Konrad Werder hat sich am 9. September an einem kleinen ‘Feier-Abend’ von den Mitarbeitern verabschiedet. Bei jedem Einzelnen hat er sich persönlich mit einem kleinen Buchgeschenk bedankt. Sie haben das Hintergrundteam gebildet und so seine Arbeit zum großen Teil ehrenamtlich mitgetragen.

Stellvertretend für die Diözesanstellen ‘Berufe der Kirche’, die ja dafür verantwortlich sind, dass der WEGBEREITER zu den Menschen kommt, feierte das Team der Erzdiözese München Freising mit. Martin Guggenbiller als Leiter sprach P. Konrad für die dreizehn Jahre Dienst in diesem speziellen Sektor der Berufungspastoral den Dank aus. Dabei hob er hervor, dass P. Konrad den WEGBEREITER zu einem Magazin entwickelt hat, das gut gestaltet ist und sich inhaltlich gehaltvoll positioniert habe. So bekomme er immer wieder die Rückmeldung auch von hauptamtlichen Seelsorger/innen, dass sie die Zeitschrift gern in die Hand nehmen. Der WEGBEREITER werde auf alle Fälle wahrgenommen und gebe gerade durch die Eigenteile eine hervorragende Möglichkeit, dass von den Aktivitäten der Diözesanstellen berichtet werden könne.

Provinzial P. Walter Winopal wies darauf hin, dass mit dem Abschied von P. Konrad als Schriftleiter des WEGBEREITER nun eine Ära zu Ende gehe. Zwar habe jeder bisherige Redakteur dem WEGBEREITER oder PRIESTERSAMSTAG, wie das Magazin früher hieß, sein persönliches Gepräge gegeben, P. Konrad habe aber aus einem Heft oder, wie man schwäbisch sagt, aus einem ‘Heftle’ eine Zeitschrift gemacht, die inhaltlich den Anspruch erhebt, Jung und Alt für die vielen kirchlichen Berufe und Berufungen interessieren zu wollen.

Das war ein mutiger Schritt, der bei der Arbeit an jeder einzelnen Ausgabe wieder neu getan werden musste. Denn da galt es Hintergrundinformationen zusammen zu tragen, kirchliche Mitarbeiter zum Schreiben von Artikeln zu motivieren, weit voraus zu planen, interessante Themen und spirituelle Impulse zu suchen, aber vor allem nach Menschen umzusehen, die lebendiges Zeugnis für ihre Berufung in der Kirche sind und die noch bereit sind, darüber zu reden und zu schreiben. Manchmal musste er auch Druck machen oder Druck aushalten, wenn der Redaktionsschluss nahte und die erbetenen und besprochenen Artikel ausblieben. Oder er mussten zuletzt selbst Alternativen erarbeiten. Dazu kamen die vielen kleinen und großen Selbstverständlichkeiten, die mit Verwaltung und Organisation zu tun haben.

Für all diese tägliche treue Arbeit und für den Mut beim Umsetzen neuer Ideen, aber auch für das ungebrochene Engagement beim Werben für das Thema Berufung, wenn manchmal das entgegengebrachte Interesse und die Anerkennung eher dünn ausgefallen ist, sei P. Konrad ein großes Vergelts Gott und ein herzlicher Dank gesagt.