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Renaissance des Rosenkranzes Das Rosenkranzjahr 2002/2003 brachte eine alte Gebetsform neu in Erinnerung
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Kirchengemeinden erschließen den Rosenkranz Die Pfarrei Winden im Elztal mit Pfr. Lukas Wehrle, Erzdiözese Freiburg, machte in ihrer Wallfahrtskirche auf dem Hörnleberg den Rosenkranz zum Thema. Das Jahr des Rosenkranzes fand in der Wallfahrtskirche auf dem Hörnleberg einen besonderen Ausdruck. Noch vor Beginn der Wallfahrtszeit am 1. Mai fanden sich Vertreter und Vertreterinnen aller Gruppierungen und Gemeinschaften unserer Kirchengemeinden zusammen und zogen nach einer einführenden Betrachtung zum Jahr des Rosenkranzes jeweils eines der Geheimnisse des Rosenkranzes mit einem entsprechenden Bibeltext und einer Betrachtung. Die Anregung war, dieses Geheimnis bei der nächsten Begegnung der Gruppe zu lesen und betend zu betrachten. Dazu sollte dann die Gruppe eine größere Holzperle mit einem eigenen Signet oder Symbol gestalten. Zum Eröffnungsgottesdienst der Wallfahrt brachte jede Gruppe ihre Perle mit. In der Feier der Eucharistie wurden diese Perlen dann zu einem großen Rosenkranz zusammengesteckt, der so gestaltet ist, dass in der Mitte das Evangeliar Platz findet und von den Perlen des Rosenkranzes umgeben ist. In dieser Darstellung, die seither in unserer Wallfahrtskirche steht, verbinden sich das Jahr der Bibel und das Jahr des Rosenkranzes. Zugleich wird sichtbar, dass wir im Rosenkranz die biblischen Geheimnisse betrachten und dass das mit unserem Leben und mit unserem Miteinander in der Gemeinde zu tun hat. Dieser neue Buchständer für das Evangeliar wird noch lange an das Jahr der Bibel und das Jahr des Rosenkranzes erinnern.
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Mitarbeiter/-innen in einem kirchlichen Büro beten den Rosenkranz In der Münchner Zentrale des Hilfswerkes „Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" beten Mitarbeiter/-innen regelmäßig den Rosenkranz. Michael Ragg, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Werkes, berichtet. Pater Werenfried van Straaten, der Gründer des internationalen katholischen Hilfswerkes Kirche in Not/Ostpriesterhilfe, sagt: „Weil Gott uns dazu bestimmt hat, dem Bild seines Sohnes ähnlich zu werden, ist es unsere wichtigste Aufgabe, das Leben Christi zu wiederholen." Und das tun wir im Rosenkranzgebet. In den zwanzig Geheimnissen durchleben wir das gesamte Leben Christi. In der meditativen Umgebung der zehn Ave Maria und des durch die Hand gleitenden Rosenkranzes sind wir zutiefst Empfangende. Durch die Ave Maria führt uns die Mutter Christi persönlich in das Leben ihres Sohnes ein. Wer könnte dies besser? - Der Rosenkranz als persönliche Meditation. Während ich diesen Text schreibe schaue ich auf die Uhr: In gut einer Stunde werden wir, einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres deutschen Büros in München, mit dem Rosenkranz auf Sendung gehen. Einmal im Monat, am Gebetstag um geistliche Berufe, beten wir zusammen mit den Hörerinnen und Hörern von Radio Horeb dieses Gebet. - Der Rosenkranz als Gemeinschaftsgebet. Schon immer ist der Rosenkranz eine den Wohltätern und Freunden von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe liebe Gebetsform gewesen. Der Gründer, Pater Werenfried van Straaten – der legendäre Speckpater –, empfahl das Rosenkranzgebet als eine konkrete Antwort auf die Bitte der Heiligsten Jungfrau in Fatima. Es geht um die Bekehrung der Sünder – im innersten um die weltweite Neuevangelisation. - Der Rosenkranz als Bittgebet. Das Ziel von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe ist eine gelebte und geliebte dreifache Solidarität mit der verfolgten und bedrängten Kirche in vielen Ländern der Welt: Gebet, Information und Hilfe. Wenn wir uns täglich um 12.00 Uhr in der Bürokapelle zum gemeinsamen Gebet des Rosenkranzes zur göttliche Barmherzigkeit treffen, wissen wir uns in der Gemeinschaft mit vielen Freunden und Wohltätern, aber auch mit unseren Partnern in aller Welt. Die Gebetsanliegen sind vielfältig: Auf dem Altar vor dem Allerheiligsten steht ein Korb mit Tausenden uns zugesandten Gebetsanliegen, selbstverständlich sind alle privaten Sorgen der Mitbetenden eingeschlossen, besonders beten wir aber um ein gutes Gelingen unserer Mittleraufgabe als pastorales Hilfswerk für die Kirche in Not. - Der Rosenkranz wird hier oft zum bittenden „Sturmgebet". „Heilige Maria, Mutter Gottes bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes." Wer täglich einen Rosenkranz betet, spricht diese Bitte mindestens 53 mal aus – wenn das keine Wirkung hat! Wir fühlen uns mit unseren irdischen Freuden und Sorgen, aber auch mit unserem ewigen Leben in diesem Gebet geborgen. - Der Rosenkranz als Gebet des Vertrauens. Gerne können Sie
bei uns kostenlos ein kleines Heft mit Anleitung und
Meditationstexten zum Rosenkranz anfordern. Der Titel
lautet: Der Rosenkranz – Freude, Licht, Schmerz, Glorie.
Für unseren weltweiten „Marktplatz für
Rosenkränze" nehmen wir gerne Ihre überzähligen
oder neu geknüpften (Knüpfanleitung ist bei uns
erhältlich) Rosenkränze an, die wir in armen Ländern
verteilen. - Der Rosenkranz als Geschenk. |
Vermittlung des Rosenkranzes an junge Menschen Weihbischof Thomas Maria Renz, Diözese Rottenburg-Stuttgart, lud an den Oktobersonntagen 2003 an zentralen Orten der Diözese junge Menschen ein, um den neuen „Lichtreichen Rosenkranz" kennen zu lernen. Über den Gottesdienst in der Heilbronner Maria-Immaculata-Kirche berichtet Hans-Peter Jäger, freie Journalist, Weinsberg. „Ich habe vor der Führerscheinprüfung den Rosenkranz gebetet und das hat geholfen", bekannte Patrycja Przybilla (19). Zu einer Jugendkatechese über den neuen „Lichtreichen Rosenkranz" war kein geringerer als Weihbischof Thomas Maria Renz (43) in die Heilbronner Maria-Immaculata-Kirche gekommen. Der Jugendbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart will im Rosenkranzjahr 2002/2003 jungen Menschen dieses Meditationsgebet nahe bringen. Zu Beginn verteilte Renz 100 geweihte Rosenkränze, bevor er Grundsätzliches zu dem Gebet erklärte. „Der Rosenkranz ist ein Betrachtungs- und Wiederholungsgebet, das von Älteren noch gebetet wird, vielen jungen Menschen aber fremd ist." Renz wies auf die Wiederholungsrituale im Leben hin, die kaum störten. „Wenn der Rosenkranz mit Liebe als innere Motivation betrachtet wird, dann ist er nicht langweilig und nicht jugendfremd." Renz erläuterte die fünf Glaubensinhalte des neuen „Lichtreichen Rosenkranzes", den der Papst empfohlen hatte, um Jesus als „Licht der Welt" mit biblischen und christologischen Glaubensinhalten besser darzustellen. Die Jugendband Sunrise der Augustinusgemeinde begleitete die Katechese, bei der auch gelacht und geklatscht werden durfte. Kirchengemeinderätin Claudia Hanak (23) aus Neckarsulm fand die Veranstaltung auch für eine evangelische Christin sehr informativ. „Wir haben im Kommunionunterricht Rosenkränze gebastelt", erzählte Angela Covato (11). Auch Philipp Kleln (16) war früher nicht darauf fixiert, hat aber nun ein anderes Spektrum bekommen und will ab und zu zum Rosenkranz greifen. „Der Bischof hat bei mir ein neues Bewusstsein geweckt, und der Rosenkranz, den ich heute geschenkt bekam, wird mir eine Animation zum Benützen sein", versprach Christian Kohl (23). Nach der Feier nahm sich Renz noch Zeit, um bei Tee und Hefezopf im Gemeindehaus mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. |