20 Jahre Missionar/-in auf Zeit |
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Seit 1980 bieten die missionierenden Orden einen zeitlich befristeten Missionseinsatz an. P. Franz-Josef Himbert SVD, München, koordiniert für die Steyler Missionare seit neun Jahren den Einsatz junger Leute aus dem deutschen Sprachgebiet. Er berichtet von seinen Erfahrungen. |
Selbstverständnis Dialog der Religionen, Sorge für Ausgegrenzte, Bewahrung der Schöpfung. Wichtig ist aber auch die Begleitung beim Einsatz vor Ort. Ein paraguayischer Pfarrer hat seiner Gemeinde zwei junge Missionare vorgestellt: „Hier sind zwei junge Menschen, die ihre Familie, ihre Freunde, ihren Reichtum in einem Land zurückgelassen haben, das eine andere Kultur, eine ganz andere Lebensweise aufweist. Sie fühlen anders, sie denken anders und doch haben sie viel mit uns gemeinsam. Sie sind Christen, sie sind Brüder, die ihren Glauben mit uns teilen wollen, die mit uns mitleben wollen, von uns lernen wollen...“. Bereicherung fürs Leben Tanja sieht sich auf ihrem Glaubensweg gestärkt durch den Einsatz in einer anderen Ortskirche: „Neben vielem, was um mich herum passiert ist, hat sich auch sehr viel in mir ereignet. Mir fehlte soviel Vertrauen in Gott. Ich habe entsetzlich gekämpft, aber letztendlich habe ich das wahre Licht in mir gefunden, Gottes Sorge, Erbarmen und große Liebe erfahren. Dass ich glauben und beten gelernt habe, das ist das Schönste, was ich wieder mit nach Deutschland nehme. Aus dieser Erfahrung heraus ist mir die Mission noch viel mehr ans Herz gewachsen. Und ich fühle, jetzt in den letzten Monaten ist für mich das Thema Mission in Europa sehr wichtig geworden. Wo immer ich bin und lebe, möchte ich Zeugnis für meinen Glauben abgeben. Einmal Missionarin, immer Missionarin.“ Seit 1980 bis heute haben z.B. mit den Steyler Missionaren und Missionschwestern insgesamt 649 junge Frauen und Männer aus dem deutschsprachigen Raum einen missionarischen Dienst geleistet, eine Lernerfahrung für ihr Leben gemacht. Inzwischen sind sehr viele davon verheiratet, haben selbst Kinder, leben ihre Ehe und Familie als Christen bewusst als Berufung. Eine gute Zahl davon steht in irgendeiner Weise im Dienst der Kirche: so als Religionslehrer/-innen aller Schultypen, Gemeinde- oder Pastoralreferenten/-innen, Bildungsreferenten/-innen oder Sozialarbeiter/-innen (für Kinder, Jugend, Familien und/oder Senioren, für Ausgegrenzte). Andere haben handwerkliche, pädagogische, pflegerische oder medizinische Berufe gewählt. Neun Männer wurden zu Diözesanpriestern geweiht, acht Frauen und vier Männer haben ewige Profess in einem Orden gefeiert. |
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