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Entstehung |
Geisttaufe Kern der „Charismatischen Erneuerung“ aber ist jene als „Geisttaufe“ bezeichnete und meist mit Sprachengebet verbundene Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Dies erklärt, dass die CE keinen menschlichen „Gründer“ hat. Es ist immer Gott selbst, der das Gebet um seinen Heiligen Geist beantwortet. Nicht jeder erlebt ihn dann in dieser Weise, aber jeder empfängt eine Antwort (vgl. Lk 11, 13). Einige meinen, diese „Geisttaufe“ sei die volle Entfaltung der Taufgnade; aber das halte ich theologisch nicht für gerechtfertigt. Das Konzil unterscheidet zwischen sakramentaler und charismatischer Gnade (vgl. Kirchenkonstitution 12). Und die verschiedenen „Charismen“ sind Gaben, die Gott dem einzelnen jeweils zuteilt, „wie er es für nützlich hält“, dem einen dies, dem anderen jenes, manchmal auffallende, „leuchtendere“ Charismen, wie die in 1 Kor 12,8-10 aufgezählten Geschenke (siehe nächste Seite), manchmal „schlichtere“ Charismen wie eine besondere Begabung zum Zuhören, zum Helfen oder einem intensiven Fürbittgebet. In diesem Sinn hat jeder lebendige Christ Charismen, auch wenn er sie nicht so nennt. Charismen Die „leuchtenderen“ Gaben freilich stoßen oft auf Unverständnis, etwa wenn jemand einen Impuls bekommt, um in eine bestimmte Situation hinein ein Wort von Gott her zu sagen (Gemeindeprophetie), einen Auftrag, einem Menschen Heilung zuzusprechen (vgl. Apg 3,6) oder einen konkreten Ruf zu einem unmöglich erscheinenden Schritt (Mt 14,29). Alles steht im Dienste der Gottesverehrung, des geistlichen Wachstums und der Ausbreitung des Evangeliums. Fazit: Wir haben es nicht in der Hand, sollten aber offen sein für alles, was Gott uns schenken will, auch für etwas, das uns befremdlich erscheint. Wer in dieser Offenheit und Hingabe des Herzens um den Heiligen Geist betet, darf mit Überraschungen Gottes rechnen. Und je nachdem, was er empfängt, wird er Menschen suchen, die das verstehen und die es mit ihm Gestalt werden lassen. Dann ereignet sich immer wieder, dass Menschen in die „Charismatische Erneuerung“ (als eine Bewegung) geführt werden, andere in andere Gruppierungen; alle aber werden dann angeregt, um eine Erneuerung ihrer jeweiligen Charismen zu beten und um eine erneute Ausgießung des Heiligen Geistes über die ganze Kirche. Buchhinweis: Zu Beginn des Jahres 2001 erscheint im Echter Verlag, Würzburg, ein zweibändiges Werk des Autors: A Charisma - Taufe - Geisttaufe I: Entflechtung einer semantischen Verwirrung, 320 Seiten A Charisma - Taufe - Geisttaufe II: Normativität und persönliche Berufung, 400 Seiten |
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