Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Laster



Die Laster finden sich in Kirchen und auf vielen Bildern gemalt. Als Gegenbild zu den Tugenden werden die Laster im Karneval, der die Gegenwelt der Fastenzeit zur Darstellung bringt, in den Masken dargestellt. In den Briefen des Paulus finden sich bereits Lasterkataloge. Wenn ein Baum Schlangen als Wurzel oder ein Drache viele Köpfe hat, sind das Darstellungen der Laster. Wie für die Tugenden gilt auch für die Laster die Siebenzahl.
Der Hochmut, Anführer aller Laster, reitet auf einem Löwen oder einem Pferd. Der Neid wird durch die Schlange dargestellt, weil nach dem Bericht über den Sündenfall die Schlange Eva aus Neid verführt. Auch eine Frau, die auf einem Hund mit einem Knochen im Maul reitet, stellt den Neid dar. Die Völlerei wird oft mit einem Schwein oder als Fuchs mit einer Gans im Maul dargestellt. Für den Geiz stehen Kröte, Affe, Wolf, Hyäne oder Dachs. Die Trägheit reitet auf einem Esel. Die Schnecke steht ebenfalls für Trägheit. Menschen, die bei der Arbeit schlafen, stellen ebenfalls dieses Laster dar. Der Zorn reitet auf einem Wildschwein oder Bären. Ein Mann, der sich selbst mit einem Degen durchsticht oder Menschen, die ihre Kleider zerreißen, versinnbildlichen den Zorn. Hund, Eule, Igel oder eine Fackel können für dieses Laster stehen. Die Wollust wird durch eine herausgeputzte Frau dargestellt. Auch der Bock, das Schwein oder der Affe verkörpern dieses Laster.
Ein auf einem Esel reitender Mönch stellt die Unbeständigkeit dar. Der Unglaube wird durch Menschen dargestellt, die ein Götzenbild verehren oder tragen.

 

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