Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
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Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Lamm, Osterlamm



Das Lamm leitet sich vom jüdischen Passahfest her. An diesem Fest wird zum Gedenken an die Befreiung aus Ägypten ein Lamm verzehrt. Da das Passahfest am 1. Frühlingsvollmond gefeiert wird, liegt es im Sternbild des Widders. Das wurde aus mehreren Gründen zum Symbol für Jesus. Nach dem Johannesevangelium wurde Jesus zu der Stunde gekreuzigt, an dem die Lämmer für das Passahmahl geschlachtet wurden. Im gleichen Evangelium wird berichtet, dass Johannes der Täufer auf Jesus mit den Worten hinweist: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt." (Kap. 1,29) Mit dieser Formel werden die Gläubigen in jeder Messe zum Empfang der Kommunion eingeladen. Der Priester hält die Hostie hoch und spricht dabei diesen Satz.
In vielen Kirchen, vor allem in Süddeutschland, wird an Ostern ein Lamm auf den Altar oder in den Chorraum gestellt. Eine Fahne weist auf den Sieg des Lammes hin, das den Tod überwunden hat. Das Lamm steht für Christus. Dieses Bild leitet sich von der Geheimen Offenbarung des Johannes her. Dort erscheint das Lamm. Es steht für den siegreichen Christus. Das Lamm öffnet die Schriftrolle mit den sieben Siegeln (Kap. 5 - 7). Von dem Lamm heißt es in Kap. 5,9 "Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du wurdest geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben ..... Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob." Das Lamm verweist auf das Opfer, den blutigen Tod Jesu. Deshalb spricht man auch nicht vom Osterschaf, sondern vom Osterlamm.

 

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