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Das Kreuz ist das Symbol des christlichen Glaubens schlechthin und wird als Zeichen der durch Jesus geschenkten Versöhnung mit Gott verehrt. Schon vorher war es ein Zeichen der Einheit, denn das Kreuz verbindet Himmel und Erde und bezieht durch die Horizontale den ganzen Horizont ein. Als Sinnbild für eine der brutalsten Strafen der Antike war das Kreuz zunächst im Christentum verpönt. Die älteste Darstellung ist daher ein in die Wand geritztes Spottkreuz, das Jesus mit einem Eselskopf zeigt. Im Lauf der Zeit war sowohl das Kreuz starken Wandlungen in der Form unterworfen (Petrus-, Andreas-, Franziskus-, Patriarchen-, Johanniterkreuz), als auch der Corpus Christi, in der Romanik zuerst dargestellt als König, in der Gotik dann als Leidender. Gerade in Deutschland wurde infolge der geistlichen Staaten, die bis 1803 bestanden, das Kreuz zusammen mit dem weltlichen Schwert oft zum Hoheitszeichen.
Zur Verehrung des Kreuzes sind außer bei der Karfreitagsliturgie die speziellen Andachtsformen des Kreuzweges eingeführt worden. Das liturgische vorgesehene Altarkreuz hat seinen Ursprung im Prozessionskreuz, das beim Einzug vorangetragen und dann beim Altar aufgerichtet wurde. Seit dem 11. Jahrhundert fand es seinen festen Platz auf dem Altar. Vgl. auch Baum.
Wenn das Kreuz gleich lange Balken hat, deutet das auf das Sonnenkreuz hin, denn die Sonne fährt auf einem Wagen mit Rädern über den Himmel. Das Kreuz symbolisiert den Jahreslauf in den vier Jahreszeiten.
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