Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Jerusalem



Diese Stadt ist nicht nur der Ort der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu, sondern auch die Stadt, in der die Wiederkunft des Menschensohnes und somit das Ende der Geschichte erwartet wird. Jerusalem enthält die semitischen Wortwurzeln "sehen" (jeru) und "Frieden, Vollkommenheit" (Salem, Shalom).
Jerusalem ist der Ort der Gottesverehrung und wird als "neue Stadt" in der Offenbarung des Johannes angekündigt: "Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her vom Himmel herabkam." (Offb 21,10). Wenn es dann im gleichen Kapitel in den Versen 22 und 23 heißt: "Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm", fanden die Theologen und Baumeister hier die Bauanleitung für die Kirchen. Die Kirche, als Neues Jerusalem gebaut, ist der Ort, wo Gott selbst anwesend ist. Das Lamm ist im eucharistischen Brot gegenwärtig und wird im Tabernakel aufgehoben und angebetet. Romanik und Gotik haben sich an dieser Bibelstelle orientiert.

 

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