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Das Wort kommt vom griechischen Ikon, das Bild bedeutet. In den orthodoxen Kirchen trennt eine Wand mit Ikonen, die Ikonostase, den Altarbereich von dem Kirchenraum. Wie in der abendländischen Liturgie bedeuten die Ikonen die Anwesenheit der Heiligen und der Engel bei der Feier der Liturgie. Um die Erlaubtheit der bildlichen Darstellung von Jesus, Maria und den Heiligen gab es im 8.Jahrhudnert eine erbitterte theologische Auseinadersetzung. Bilder wurden zerstört, dafür steht das Wort Ikonoklasmus. Die Anhänger dieser Richtung konnten sich auf das Alte Testament stützen, wo ausdrücklich in den 10 Geboten verboten wird, ein Bild von Gott herzustellen (Exodus 20,4). Damit sollte sich Israel vom Bilderkult der umliegenden Religionen unterscheiden. Wegen des Ikonoklasmus sind im Osten wenige Ikonen aus älterer Zeit erhalten. Im Abendland räumte die Reformation mit der Überfülle der Bilder der Späten Gotik auf, die Anhänger Calvins verbannten jedes Bild und jede Skulptur aus der Kirche. Eine grundlegende Klärung brachte das zweite Konzil von Nicäa im Jahr 787. Es erlaubte die Darstellung Jesu und der Heiligen, weil Gott selbst die Gestalt eines Menschen angenommen hat. Das Wahre Bild Christi wird im Schweißtuch der Veronika gesehen, weil der Name lateinisch als vera ikon, wahres Bild gedeutet wurde.
Ikonen werden nach Vorlagen gemalt, das Malen selbst wird weniger als künstlerischer Ausdruck verstanden, sondern als ein Gebet. Durch Weihrauch und Küssen werden die Ikonen verehrt, jedoch nicht das Bild selbst, sondern die auf dem Bild Dargstellten.
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