Symbole&Kirchenraum

zur tagesaktuellen Nachrichtenübersicht

Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


Begriff anklicken


Startseite
Achteck
Adler
Affe
Allegorie
Alpha und Omega, Α und Ω
Altar, Altarbild, Retabel-, Flügelaltar, Antependium
Ambo
Andachtsbild
Apostel
Apostelleuchter/Apostelsäulen
Apotropäisch
Apsis
Arche
Archivolte
Augenbinde
Barock
Beichtstuhl
Bienenkorb
Bischofsstab
Blendbogen
Blut
Bock
Brot und Wein
Brunnen
Buch
Bundeslade
Cherub
Chi, Χ
Chimäre
Chor
Choral, gregorianischer
Chorgestühl
Christopherus
Confessio
Deesis
Delphin
Die Basilika und die Prozessionsliturgie
Dienste
Dom
Dornbusch
Dornenkrone
Dorsale
Drache
Dreieck
Dämon
Ecclesia
Edelstein
Efeu
Ei
Einhorn
Emblematik
Endgericht
Esel
Essig
Evangelisten, Evangelistensymbole
Ewiges Licht
Fahne
Farben -ihre symbolische Bedeutung
Fels
Fenster
Ferula
Feuer
Filiale
Fisch
Fuchs
Gabriel
Garten
Gemmenkreuz
Gesetzestafel
Glocken
Gnadenstuhl
Gold
Gotik
Gottvater
Grab, Heiliges
Granatapfel
Greif
Größenverhältnisse: 1:1; 1:2; 2:3; 3:4
Gürtel
Hahn
Hand
Harfe
Hase, Osterhase
Heilige, Heiligenschein (Aura)
Herz
Himmelssymbolik
Hirsch
Hirte
Hoffnung
Hortus conclusus
Hungertuch
Höllenfahrt, Höllenabstieg Jesu
I N R I
IHS
Ikone, Ikonostase, Ikonoklamus
Jerusalem
Jesuitenkirche
Joch
Jona im Bauch des Fisches
Josef
Jüngstes Gericht
Kalotte
Kanzel
Kapelle
Kapitell
Kapuze
Kartusche
Kentauer
Kerze
Kette
Kirchbau des 20. Jahrhunderts
Kirche/Ecclesia
Kirchen der Karolingerzeit
Kirchenschiff
Klassizismus
Kommunion, Kommunionbank
Konche
Kranz
Kreis
Kreuz - Gekreuzigter
Kreuzgang
Kreuzrippe - Übergang zur Gotik
Kreuzweg
Krippe
Krone
Kruzifix
Krypta
Kugel
Kuppel
Kuss
Kämpfer
König
Kümmernis, heilige
Labyrinth
Lamm, Osterlamm
Lampe
Lanze
Laster
Laterne (Turmaufsatz)
Lebensbaum
Leidenswerkzeuge
Leidenswerkzeuge
Leiter
Lettner
Leuchter
Leviathan
Licht
Lilie
Limbus - Totenreich
Lisene
Liturgie
Lorbeer
Löwe
Majestas Domini
Maßwerk
Misericordien
Mond
Morgenstern
Moses, mit Hörnern dargestellt
Muschel
Musikalität des Raumes
Myrrhe
Mönchs-Chor
Nagel
Narthex
Netz
Netzgewölbe
Neugotik und Neoromanik
Nimbus
Obelisk
Obergaden
Ochse
Orgel
Osten
Palmzweig
Pantokrator
Paradies
Parusie
Paulus
Pelikan
Petrus
Pilaster
Reliquien
Renaissance
Romanik
Schlüssel
Schweißtuch
Tabernakel
Taufe, Taufbecken, Taufkapelle
Tiara
Tonnengewölbe
Tugend
Vogel
Voluten
Weltgericht
Widder
Wimperg
Wurzel Jesse
Ysop
Zahlen
Zepter
Zodiakus
Zwerggalerie
Zwickel

 

 

Chor



Der vordere Teil des Kirchenraumes wird Chor genannt und ist durch ein großes Kreuz sowie durch den Altar in seiner Bedeutung herausgehoben. In der großen Bauphase des Mittelalters wurde meist zuerst der Chor gebaut, weil dann schon Gottesdienst gefeiert werden konnte. Auf den Chor ist die gesamte Kirche ausgerichtet, denn vom Chor werden die Lesungen vorgetragen, der Vorsänger und die Schola stehen im Chor, das heilige Mahl, die Eucharistie wird vorne gefeiert. Zum Chor gehen die Gläubigen, um das gewandelte Brot zu empfangen. In der Symbolik des Kirchenraumes stellt der Chor das Haupt Christi dar. Das Gewölbe des Chorraumes wird vor allem in gotischen Kirchen von Säulen getragen. Oft sind es zwölf Säulen. Diese stehen für die Apostel als Säulen, auf denen die Kirche in ihrer Überlieferung ruht. Das Gewölbe des Chorraumes wird von Säulen getragen. Oft sind es zwölf Säulen. Diese stehen für die Apostel als Säulen, auf denen die Kirche in ihrer Überlieferung ruht. Unter dem Chor befindet sich bei romanischen Kirchen die Krypta.
Der Chor hat ursprünglich mit Gesang zu tun. In Abteien und mittelalterlichen Kirchen findet sich daher das Chorgestühl, das meist in zwei Reihen jeweils an beiden Seitenwänden des Chorraumes angeordnet ist. Das war und ist durch den Psalmgesang bedingt. Jeweils ein Psalmvers wird von einer Seite des Chores gesungen oder gebetet, so daß die beiden Chorseiten im Wechsel beten. Dabei schauen sich die Beter gegenseitig an. Das Chorgebet wird von den Ordensgemeinschaften benedikinischer, franziskanischer und dominikanischer Richtung gepflegt, sowohl in den Männer- wie in den Frauenklöstern. Die Priester und Ordensleute, wie die Jesuiten und andere jüngere Orden, beten die Psalmen und lesen die Lesungen individuell aus dem Brevier. Das sind heute die Laudes (Lobgebet) am Morgen, die Vesper (lateinisch "Abend") am Abend, tagsüber eine kurze Gebetszeit sowie am Ende des Tages die Komplet(von lateinisch "schließen"). Hinzu kommen Lesungen aus der Bibel und von den Theologen der alten Kirche.

 

© www.kath.de