Symbole&Kirchenraum

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Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


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Zur Einführung:



Da Symbole wie auch Sakramente auf eine nicht-materielle Wirklichkeit hindeuten, muß man sie zu lesen verstehen. Hier ist ein Wörterbuch zusammengestellt, das auch dazu dienen soll, die mittelalterlichen und barocken Kirchen mit ganz anderen Augen zu betrachten, weil diese Kirchen immer den Himmel darstellen.

Symbol heißt griechisch das "Zusammengeworfene"

Zusammengeworfen wurden die Teile eines auseinandergebrochenen Tontäfelchens. Es bestätigte den Freundschaftsbund, beide nahmen einen Teil mit, beim Wiedertreffen zeigte sich, ob die Tonscherben sich lückenlos zu einer Tafel verbanden. Auch ein auseinandergebrochener Ring konnte als Symbol dienen.

Der erweiterte Symbolbegriff hat die ursprüngliche Bedeutung erweitert: Zwei Seiten, zwei Ebenen, zwei Welten werden im Symbol zusammengebracht. Die Christen haben aus der Antike viele Symbole übernommen und eigene entwickelt, z.B. das Achteck für ein Taufbecken oder die Kuppel einer romanischen Kirche, das den achten Tag als Tag der Auferstehung und damit den Beginn des neuen Lebens bezeichnet. Das Ursymbol des Christentums ist der Mensch gewordene Gott, er vereint Erde und Himmel, er verbindet das Menschliche mit dem Göttlichen.

Im sichtbaren Symbol ist eine andere Wirklichkeit anwesend. Das ist auch die christliche Umdeutung des Wortes Sakrament. Es heißt ursprünglich die Weihe zum Kriegsdienst, es kommt vom lateinischen "sacer", das für den abgegrenzten heiligen Bezirk steht. Die Sakramente der christlichen Kirche haben die gleiche symbolische Doppelheit, ein sichtbares Zeichen wie z.B. Wasser, Öl, Brot deuten auf einen religiösen Gehalt. Mittels des äußeren Zeichens handelt Gott, schenkt die Taufe, das eucharistische Brot, eine Weihe.

Autor des Lexikons: Dr. Eckhard Bieger SJ
technische Umsetzung: B. Richter und J. Pelzer nach einer Vorlage von R. Jouaux

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