| L-Theanin als Gegenspieler
von Koffein |
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Sowohl
der Geschmack von Tee als auch die vielseitige Wirkung steht
in Verbindung mit der in
Tee enthaltenen Aminosäure
L-Theanin. Bis zu zwei Prozent der Blatttrockenmasse besteht
aus L-Theanin, das außer in Teepflanzen in keiner anderen
Pflanze natürlich vorkommt.
Gebildet wird L-Theanin in
den Wurzeln der Teepflanze. Die Konzentration in den Wurzeln
und Blättern der Teepflanze ist in den jungen
Pflanzen am höchsten, ältere Wurzeln und Triebe weisen
eine geringere Menge an L-Theanin auf. Während L-Theanin
eher für einen leicht süßlichen Geschmack sorgt,
kann der bittere Geschmacksanteil von Tee unter anderem auf Koffein
zurückgeführt werden.
Während Koffein über eine Beeinflussung des Adrenalin-Stoffwechsels
anregend auf das gesamte zentrale Nervensystem wirkt und den
Blutdruck und die Pulsfrequenz erhöht, ist L-Theanin ein
direkter Gegenspieler von Koffein im Tee. Da das L-Theanin erst
nach längerem Aufbrühen des Tees aus den Blättern
vollständig herausgelöst wird, ist ein Tee nach kürzerem
Aufbrühen anregender als ein Tee, der lange gezogen hat.
Im letztgenannten Fall ist genug L-Theanin ausgelöst worden,
um die anregenden Wirkungen des Koffeins zu kompensieren.
Als
Gegenspieler des Koffeins wirkt L-Theanin beruhigend
und entspannend,
in höheren Dosen auch blutdrucksenkend. Ähnlich wie
man dem Koffein einen gewissen positiven Einfluß auf
die Stimmungslage zuschreibt, wirkt auch L-Theanin stimmungsmodulierend.
Neben dem Einfluß auf das zentrale
Nervensystem über
eine Wechselwirkung mit Serotonin, Dopamin und GABA kommt L-Theanin
auch eine wichtige Bedeutung bei dem antioxidativen
Zellschutz zu. L-Theanin wurde auch sehr intensiv untersucht im Hinblick
auf seine Wirkung gegenüber Tumorzellen.
Text:
Oliver Schonschek, Diplom-Physiker
WEr
berät:
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