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| PMS (prämenstruelles
Syndrom, erhebliche zyklusabhängige Beschwerden) |
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Der
wichtigste Botenstoff im Zentralen Nervensystem (ZNS) mit dämpfender Wirkung ist Gamma - Aminobuttersäure, kurz
GABA genannt. Die Entwicklung und Funktion des menschlichen Gehirns
hängt wesentlich von der Verfügbarkeit von GABA ab.
Zahlreiche Gesundheitsstörungen wie das prämenstruelle
Syndrom (PMS), Epilepsie und Schizophrenie stehen in einem engen
Zusammenhang mit einem Mangel an dem Neurotransmitter GABA.
GABA hat nach Glutamat die zweithöchste Konzentration unter
den Neurotransmittern im ZNS. Beide Neurotransmitter wirken bei
fast allen neuronalen Abläufen im ZNS mit. Nervenzellen,
die Empfangstellen (Rezeptoren) für GABA besitzen, beeinflussen
in der Regel die neuronale Kommunikation. So ist GABA angstlösend,
muskelentspannend (relaxierend), krampflösend (antikonvulsiv),
schmerzstillend (analgetisch) und blutdruckstabilisierend. Typischen
Stressreaktionen wird also entgegengewirkt.
GABA hat neben Serotonin
und Melatonin auch eine bedeutende schlaffördernde Wirkung.
Barbiturate wurden früher als schlaffördernde Substanzen
eingesetzt, da sie die Wirkung von GABA noch verstärken.
Weiterhin hat GABA einen massiven Einfluss auf die Ausschüttung
von Wachstumshormonen (HGH, Human Growth Hormone) durch die Hirnanhangdrüse
(Hypophyse) und auf die Insulinausschüttung bei der Stoffwechselregulation.
Ein extremer Mangel an GABA führt zu gravierenden
Störungen und steht unter anderem im Zusammenhang mit Bluthochdruck, chronischen
Schmerzen, dem Reizdarm-Syndrom, der Epilepsie, der Schizophrenie
und dem PMS (prämenstruelles Syndrom). Patienten mit einem
GABA-Mangel leiden unter Heißhunger auf Süßes,
Muskelverspannungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), veränderte
Geruchsempfindung, nächtliches Schwitzen, Gedächtnisstörungen,
Ungeduld, Impulsivität, Angstzuständen, beschleunigter
Atmung, beschleunigtem Puls sowie unter Sensibilitätsstörungen.
Text: Oliver Schonschek, Diplom-Physiker
WEr
berät:
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