Gesundheit & Prävention

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Inhaltsverzeichnis
Gesundheitsstörungen:

Hormone und Neurotranmitter:

Maßnahmen



chronischer Stress

Der Begriff chronischer Stress:

chronischer Stress Stress ist eine Reaktion des Organismus auf körperliche und geistige Belastungen. Während der sogenannte akute Stress nur einige Minuten bis zu wenigen Stunden anhält, kann Stress durch langfristige, dauerhafte Belastungen chronisch werden.

Symptome des chronischer Stress:

Durch die langanhaltenden Belastungen befindet sich der Organismus im dauerhaften Alarmzustand. Chronischer Stress äußert sich häufig in Unruhe, Erschöpfung und depressiven Zuständen. Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme, Gereiztheit, die Anzeichen für chronischen Stress sind vielfältig und beim einzelnen Betroffenen sehr unterschiedlich.

Ursachen des chronischer Stress:

Die Vielfalt der Anforderungen an den modernen Menschen nimmt ständig zu. Zu den Belastungen (Stressoren), die chronischen Stress verursachen können, zählen unter anderem eine falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Reizüberflutung, Schlafmangel, ein hoher Anspruch im Berufsleben, in der Familie oder in der Schule.

Folgen des chronischer Stress, wenn nicht behandelt:

Chronischer Stress schwächt die Abwehrlage im Organismus. Man wird anfälliger für Erkrankungen, Wunden verheilen langsamer. Der Blutdruck steigt dauerhaft an. Betroffene klagen zudem über eine verstärkte Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Depressionen, Magen- und Darmprobleme, Libidoverlust und Muskelschwäche. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nimmt nachweislich zu. Genetische Untersuchungen zeigen einen Einfluss des chronischen Stresses auf eine vorzeitige Zellalterung.

Wer ist vom chronischer Stress betroffen:

Generell können Personen mit mehrfachen Belastungen, ungesunder Lebensweise und fehlendem Ausgleich zum Stressabbau als besonders gefährdet angesehen werden. Da nicht jeder, der dauerhaften körperlichen und oder psychischen Belastungen ausgesetzt ist, die Anzeichen von chronischem Stress aufweist, kann man von einer genetischen Veranlagung (Disposition) ausgehen.

Präventionsmöglichkeiten:

Damit der für Antrieb und Entwicklung notwendige Stress nicht übermächtig wird, müssen den Phasen der Anspannung regelmäßig Phasen der Entspannung folgen. Ruhe, Erholung, kurze Pausen und Aktivitäten anderer Art, als sonst im Beruf, in der Schule oder im Haushalt üblich, können dem chronischen Stress vorbeugen. Besonders empfehlenswert ist die Ausübung von Sport.

was im körper passiert:

Dauerhafte Belastungen führen zu einer veränderten Produktion und Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Die Cortisol-Produktion in der Nacht ist bei chronischem Stress deutlich gesteigert. Dadurch liegt in der Zeit nach dem Aufstehen der Cortisol-Spiegel höher als im unbelasteten Zustand. Der Cortisol-Wert bleibt meist über den Tag hinweg erhöht.
Das Verhältnis von Noradrenalin und Adrenalin wird durch chronischen Stress gestört. Zunächst steigt der Noradrenalin-Spiegel deutlich an, bei gleichzeitigem Abfall von Adrenalin. Bei weiter anhaltendem Stress sinkt Noradrenalin zusammen mit Dopamin ab. Es entsteht ein Mangel an den genannten Botenstoffen.
Serotonin wird stärker verbraucht, die Produktionsmenge sinkt ab, so dass es zu einem Serotoninmangel kommen kann. Das ist mit Ursache für die Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
Die fein aufeinander abgestimmten Konzentrationen an Hormonen und anderen beteiligten Botenstoffen befinden sich nicht mehr im Gleichgewicht. Durch die vielfältigen Wirkungen der einzelnen beteiligten Botenstoffe kommt es in der Folge zu den beobachtbaren Gesundheitsstörungen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Migräne, Fibromyalgie, Schlafstörungen oder Angstzuständen, Depressionen, häufig auch Essstörungen..
systeme regeln Adrenalin und Cortisol.

diagnoseformen:

Um chronischen Stress feststellen zu können, bietet sich die Untersuchung von Speichelproben an. Im Speichel lässt sich unter anderem der Tagesverlauf der Cortisol-Konzentration nachweisen.
Für entsprechende Tests können die sogenannten Neurotransmitter-Profile "Neurotransmitter I basis" mit Untersuchung von Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin sowie "Neurotransmitter II plus" zum Einsatz kommen.

therapiemöglichkeiten:

Auf der Grundlage der Messung von Hormonen und anderen Botenstoffen kann eine nebenwirkungsfreie, individuelle Behandlung mit Aminosäure-Vorstufen erfolgen. Lassen sich die Stressbelastungen auf bestimmte Lebensbereiche oder Faktoren zurückführen, wird eine Verhaltensänderung oder eine Vermeidung der Stress-Faktoren Teil der Behandlung sein.

WEr behandelt:

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