Gesundheit & Prävention

In diesem Lexikon finden Sie Informationen und Tipps. Ärzte vor Ort finden Sie im Neurolab Partnernetzwerk hier.

Inhaltsverzeichnis
Gesundheitsstörungen:

Hormone und Neurotranmitter:

Maßnahmen



akuter Stress

Der Begriff aktuter stress:

akuter Stress Stress ist in seiner akuten, kurzfristigen Form eine natürliche körperliche und psychische Reaktion. Körper und Psyche reagieren damit auf äußere Einflüsse mit dem Ziel einer Anpassung und möglichen Abwehr. Häufige und lang andauernde Stressbelastungen (chronischer Stress) können jedoch zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Stress hat im üblichen Wortgebrauch eine negative Bedeutung. Das wird dieser Körperreaktion nicht gerecht. Man spricht nämlich von Eustress, wenn Stress durch positive Signale ausgelöst wird. Eustress aktiviert und macht leistungsbereiter. Stress, der durch negative Signale entsteht, nennt sich dagegen Distress.

Symptome des aktuten stress:

Zu den Symptomen des akuten Stress gehören unter anderem

  • Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems (beschleunigter Herzschlag)

  • Schweißausbrüche

  • Muskelanpassung

  • Hormonausschüttung

  • Schnelle Atmung

  • Erweiterte Pupillen

  • Stoffwechselanpassung zur Energiebereitstellung

  • Aktivierung des Immunsystems

  • Erhöhte Konzentrationsfähigkeit

Ursachen des aktuten stress:

Die Faktoren, die Stress verursachen können, werden Stressoren genannt. Als Stressoren kommen individuell unterschiedlich in Betracht:

  • Zeitdruck

  • Reizüberflutung

  • berufliche und oder private Überforderung, Leistungsdruck

  • die eigene oder familiäre Krankengeschichte

  • starke Lärm- und Lichteinwirkung

  • sowie weitere physikalische und chemische Reize

Folgen des aktuten stress, wenn nicht behandelt:

Lang andauernde Stressbelastungen können zu chronischem Stress führen.

Wer ist von aktutem stress betroffen:

Akuter Stress tritt als Reaktion auf kurzfristige Belastungen bei jedem Menschen in unterschiedlichem Umfang auf. Was von einer Person als Stress wahrgenommen wird, ist individuell verschieden. Akuter Stress betrifft die gesamte Bevölkerung, allerdings in individuell unterschiedlichem Maße. Nach aktuellen Erhebungen fühlen sich über 45 % der Bevölkerung stark gestresst.

Präventionsmöglichkeiten: Akuter Stress gehört zu den normalen Lebensvorgängen. Es kommt auf den richtigen Ausgleich an. Stress ist notwendig, auch um sich wohl zu fühlen. Zugleich muss der Stress wieder abgebaut werden. Hierzu empfehlen sich verschiedene Entspannungstechniken wie zum Beispiel

  • Bewegung und Sport

  • Meditation

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

  • Autogenes Training

  • Yoga
Auch die am besten geeignete Entspannungstechnik ist individuell verschieden.

was passiert im körper / in der zelle:

Die Stressreaktion beginnt mit der Ausschüttung der Botenstoffe Noradrenalin und CRH (Corticotropin Releasing Hormone). Durch diese beiden Substanzen werden die anderen Stresshormone und Botenstoffen gesteuert. Die Feinkoordination der Stressreaktion obliegt Dopamin, das Serotonin einbindet. Zusammen mit Glutamat, PEA und Histamin steigern Noradrenalin und Dopamin die Aktivität des zentralen Nervensystems (ZNS), während Serotonin gemeinsam mit GABA für eine Dämpfung sorgt. Die gleichzeitige Aktivierung von anregenden und dämpfenden Prozessen ist sehr wichtig für das Gleichgewicht bei der Stressreaktion. So wird im Normalfall verhindert, dass eine der Komponenten, die anregende oder die dämpfende, langfristig überwiegt, sondern dass nach einer gewissen Zeit wieder der Normalzustand eintreten kann. Die notwendige Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems, die Stoffwechselanpassung zur Energiebereitstellung sowie die Einbeziehung des Immunsystems und auch anderer Hormonsysteme regeln Adrenalin und Cortisol.

Diagnoseformen des aktuten stress:

Spezialisierte Untersuchungsprogramme messen die Auswirkungen von Stress bei dem jeweiligen Patienten feststellen zu können. Grundlegend ist das NEUROSTRESS Profil und das Programm NEUROSTRESS basis. Diese wurden von PD Dr. med. WP Bieger (Neurolab, München) entwickelt.

therapiemöglichkeiten:

Stress, der nur kurzfristig anhält, bedarf keiner Therapie, da er zu den normalen Lebensvorgängen gehört. Es empfehlen sich jedoch vorbeugende Maßnahmen (Prävention), um die Wirkungen von wiederholten akuten Stressbelastungen auf Körper und Psyche zu begrenzen und die Ausbildung von chronischen Stressreaktionen nach Möglichkeit zu vermeiden. Diese vorbeugenden Maßnahmen bestehen vor allem in sportlicher Betätigung. Denn ein trainierter Körper verarbeitet Stress-Belastungen sehr viel besser.

WEr behandelt:

Ärzte im Partnernetzwerk von Neurolab.
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