Das Liturgie Lexikon

zur tagesaktuellen Nachrichtenübersicht

Autor: Eckhard Bieger S.J.
© www.kath.de
Umsetzung:
B. Richter nach Vorlage von R. Jouaux


Begriff anklicken

Akolyth
Albe
Amikt
Angelusläuten - Engel des Herrn
Antiphonale
Asche
Asperges
Aufbau der Messe
Becher
Benedictus
Benediktionale
Birett
Bischofsstab
Brevier
Brot und Wein
Chormantel
Ciborium auch Ziborium
Dalmatik
Die Eröffnung der Messe
Eucharestie
Evangeliar
Exsultet
Hochgebet
Hore
Hände aufgelegen
Kasel
Kelch
Klapper
Kleine Hore
Knien, Kniebeuge
Kommunion
Kommunionmeditation
Kreuzzeichen
Laudes
Lektionar
Lektor
Leseordnung der ev. Kirche
Leseordnung der kath. Kirche
Licht
Liturgie
Liturgische Gewänder
Magnificat
Mahl
Manipel
Messdiener, Ministrant
Messgewand
Missale
Mitra
Monstranz
Mozetta
Mystagogie
Non
Oel, heilige Öle
Opfer
Osterwasser
Ostiarier
Pallium
Passahfest oder Pessach
Passion
Pontifikal, Pontifikale
Priester
Prim
Proskynesis
Psalter
Purpur
Quadragesima
Regina caeli
Ritus, Sinnhandlung
Rochett
Rubriken
Sakramentar
Sakramente
Salbung
Salz
Schlagen, an die Brust schlagen
Schola
Segen
Sext
Sitzen
Sonntag/Sabbat
Soutane
Stab
Stehen
Stundengebet, Stundenbuch
Subdiakon
Symbol
Talar
Te Deum
Terz
Tridentinischer Ritus
Vesper
Votiv- und Weihegaben
Wasser
Weihrauch
Weihwasser
Zeichen
Zingulum

 

 

Oel, heilige Öle



Mit Öl hat Samuel zuerst Saul und dann David zu Königen gesalbt. David nennt Saul öfters den "Gesalbten des Herrn". Der Gesalbte ist der Messias, der Christos (von griechisch chrinein = salben). Weil die Getauften zu Brüdern und Schwestern Christi werden, sind sie mit Chrisam Gesalbte, also Christen. Ergänzt wird die Bedeutung des Öls durch seine heilende Wirkung, die durch die Krankensalbung an Menschen vollzogen wird.
Heilige Öle gehören zu den Urelementen christlicher Liturgie. Für den antiken Menschen waren die Öle Nahrung, Medizin, Kosmetik, Opfergabe und Lichtquelle. Der Jakobusbrief bezeugt die auch medizinisch zu verstehende Krankensalbung. Nach alttestamentlichen Vorbildern finden Salbungen beim Eintritt in die Glaubensgemeinschaft (Taufe und Firmung) und bei der Übertragung apostolischer Leitungsgewalt (Priester- und Bischofsweihe) statt, aber auch, um gottesdienstliche Geräte und Räume zu heiligen.
Christsein heißt vom Wortsinn her: Gesalbtsein (jüdisch: Messias: der Gesalbte, lateinisch Christus; vgl. daher Chrisam). Die heiligen Öle werden in der Chrisammesse am Gründonnerstag durch den Bischof geweiht. In jeder Pfarrkirche finden sich drei Öle: Katechumenenöl und Chrisam zur Salbung vor und nach der Taufe und das Gefäß mit dem Krankenöl.

 

© www.kath.de