GemeindereferentInnen

Vor allem für die Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Firmung werden Gemeindereferenten und -referentinnen eingesetzt. Dieser Beruf war zuerst eher ein Frauenberuf, als die Gemeindereferentinnen noch Seelsorgshelferinnen hieÃen und die Bezahlung nicht dafür ausreichte, eine Familie zu ernähren. Die meisten Seelsorgshelferinnen waren unverheiratet. Nicht wenige Vertreterinnen dieses Berufs sind Ordensfrauen. Früher wurden sie an kircheneigenen Fachschulen ausgebildet, heute an, auch meist von der Kirche getragenen, Fachhochschulen. Inzwischen gibt es auch viele Männer, die diesen Beruf ergriffen haben. An das Studium schlieÃt sich eine meist zweijährige Ausbildung, vergleichbar der, die die Priesteramtskandidaten und Pastoralreferenten durchlaufen. Gemeindereferentinnen erhalten wie die Religionslehrer eine Missio canonica, einen kirchlichen Sendungsauftrag. Im Unterschied zu den Pastoralreferenten gibt es diesen Beruf bereits seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. 1928 richtete der Caritasverband in Freiburg eine Gemeindehelferinnenschule ein. Der Beruf stellt kommunikative Anforderungen, wie die anderen Seelsorgsberufe müssen Gemeindereferentinnen mit verschiedenen Menschengruppen zurecht kommen, Gruppen leiten, mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten. Heute sind die Gemeindereferenten und -referentinnen Ansprechpartner für die Jugendverbände und sind beauftragte Seelsorger und Seelsorgerinnen in den Verbänden.

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ