Ewiges Licht

In katholischen Kirchen brennt meist vorne ein rotes Lämpchen oder eine Kerze in einem roten Gefäß. Dieses Licht wird, anders als die Kerzen auf dem Altar, nach dem Gottesdienst nicht gelöscht. Es heißt deshalb „Ewiges Licht“, weil es nicht ausgehen soll. Das Licht brennt auch nachts.

Wenn das Licht brennt, weist es auf Anwesenheit hin und motiviert die meisten Katholiken dazu, eine Haltung der Ehrfurcht einzunehmen und im Kirchenraum nur zu flüstern. Es scheint so, als ob die Gläubigen die Anwesenheit Jesu spüren und sich anders verhalten, als wenn sie sich z.B. im Saal ihres Gemeindezentrums aufhalten.

Anwesend ist Christus in der Gestalt der Hostien im Tabernakel. Das Ewige Licht weist also darauf hin, dass Hostien im Tabernakel aufbewahrt werden. Zum Tabernakel wenden sich auch die Beter. Anders als vor Marienbildern oder Skulpturen des hl. Judas Taddäus, des hl. Antonius oder anderer Heiliger stellen die Beter kein zusätzliches Licht zu dem rot leuchtenden. Sie wenden sich im Gebet jedoch in Richtung des Ewigen Lichts.

Die rot leuchtende Kerze zeigt auf die Anwesenheit Christi hin und gestaltet die Kirche als Raum des Gebetes.

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ