Asche

Aschenkreuz - Aschermittwoch

Am Aschermittwoch ißt man als Katholik nicht nur Fisch, um etwas gegen die Überreste des Alkohols zu tun, man „holt sich auch das Aschenkreuz“. Wenn man am Aschermittwoch Menschen trifft, die auf ihrer Stirn etwas Schwarzes haben, dann haben die sich das Aschenkreuz „geholt“. Von der Asche und nicht vom Fisch hat der Aschermittwoch seinen Namen, auch wenn man entsprechend dem Kirchengebot, das zur Abstinenz verpflichtet, am Aschermittwoch kein Fleisch essen und auch fasten soll, d.h. sich nur einmal am Tag sattessen. Das Aschenkreuz wird mit folgenden Worten auf der Stirn oder dem Scheitel mit gezeichnet: „Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren.“ Mit dieser düsteren Botschaft wird der Katholik in die Fastenzeit geschickt – zum Beten, Fasten und Almosengeben.

Ohne diesen Kontrast wäre der Karneval nur halb so schön. Deshalb endet der Kölner Karneval auch erst, wenn das Dreigestirn König, Bauer, Jungfrau am Aschermittwoch in St. Severin mit der Aschermittwochsmesse den Karneval offiziell abschließen.

 Der Aschermittwoch ist auch zum Tag der Begegnung des Bischofs mit den Künstlern geworden. Das geht auf den französischen Karikaturisten und Thea­termaler Adolphe Willette zurück. Er ludt 1914 am Aschermittwoch Künstler zu einer religiösen Besinnung. Nach seinem Tod wurde 1926 in der Kirche St. Germain l'Auyerrois, der Kirche der Künstler in Paris, eine Messe für die verstorbenen Künstler gefeiert. Daraus ist die Begegnung zwischen Künstlern und dem Bischof geworden. Der Aschermittwoch der Künstler wurde 1950 in Köln und 1955 in Mün­chen übernommen und wird heute weltweit in vielen Bistümern gefeiert. 

 

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ