Sinusmilieus-Pastoral

Die Gesellschaft zerfällt in Gruppen, die nicht mehr als 15% der Bevölkerung ausmachen. Wir leben offensichtlich nicht mehr in der Moderne, in der es auf Eiheitlichkeit ankam, die oft wie im Kommunismus oder durch die nationalsozialistische Rassenlehre staatlich verordnet war. Wir sind in der Unüberschaubarkeit der Postmoderne angekommen. Das Internet forciert die Entwicklung noch einmal mehr.

Die katholische Kirche lernt schrittweise die unterschiedlichen Lebenswelten kennen. Die Landkarte, um sich in der Bundesrepublik, Ost wie West, zurechtzufinden, sind die vom Sociovison-Institut beschriebenen 10 Sinusmilieus. Im Oktober 2010 wurde die Landkarte bundesrepublikanischer Lebenswelten neu herausgebracht.

Die Sinusmilieus sind wie eine Straßenkarte nicht die Realität, sie sind nur ein Abbild. Es ist wie ein Autoatlas. Dieser führt durch eine bestimmte Landschaft, wie dieses aber konkret aussieht, das kann man aus dem Atlas nur oberflächlich ersehen, ob die Straße an einem Fluss entlangläuft, ob es gebirgig ist, ob Waldbestand vorherrscht. Wie die Landschaft aber konkret aussieht, das müsste man in einem Film ansehen, die Landkarte zeigt nur den Weg durch die Landschaften.

Oder eine Karte der Bahnlinien - ich kann sehen, welche Strecken ich fahren muss, um zu einem Ziel zu kommen. Wie die Stadt aber aussieht, das sagt mir kein Fahrplan. Deshalb kommt es darauf an, die Karte zu nutzen, um die Lebenswelten besser kennenzulernen.

Die Sinus-Milieus geben keine Antworten, wie die Kirche ihre Seelsorge neu ausrichten soll, sie zeigt nur, mit welchen Lebenswelten sie rechnen muss.

Hier sind einige Tipps für Erkundungen im Sinusland und für die Entwicklung der kirchlichen Seelsorge zusammengestellt.