Zönobiten

Das Wort „Koinobiten“ kommt vom griechischen „koinos bios“. Letzteres bedeutet „gemeinsames Leben“, so dass das Wort „Koinobiten“ die „gemeinsam Lebenden“ bezeichnet, also Mönche-Brüder oder Nonnen-Schwestern, die in einem Kloster, einem Konvent oder einer Kommunität ein programmatisch gemeinschaftliches Leben führen. Im Gegensatz dazu stehen die „Anachoreten“ oder „Eremiten“, die sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatten.

Als die Römer das Wort übernommen und in ihrer Schrift und Sprache „coenobita“ schrieben, sprachen sie es noch so wie das Griechische aus: ‚koinobita‘. Erst die spätere Entwicklung der lateinischen Aussprache hat das „c“ erweicht und das „oe“ zu einem Umlaut zusammengezogen. Deshalb wird es in moderner deutscher Schreibweise als „Zönobiten“ wiedergegeben. Heutige katholische, geistliche Schriftsteller verwenden es auch noch so, während der Historiker die griechische Schreibweise und Aussprache bevorzugt.

Als „Vater der Koinobiten“ gilt der hl. Pachom, er lebte von 287–347. Er hat als erster das Mönchtum unter einer gemeinsamen Regel, in einem gemeinsamen Lebensraum und mit den gemeinsamen Lebensvollzügen Gebet, Arbeit, Essen organisiert hat. Klassisches Beispiel für heutige „Zönobiten“ sind die Orden der benediktinischen Familie, die Benediktiner, Zisterzienser, Trappisten wie die orthodoxen Klostergemeinschaften die meist der Regel des hl. Basilius folgen.

 

Autor: Br. Franziskus Joest, Jesusbruderschaft