Pfingstbrauchtum

Das Brauchtum zu Pfingsten leitet sich einmal von den biblischen Berichten her, zum anderen ist es durch den Festtermin im Frühsommer bedingt.

 

Taube und Feuerzungen

Dem Heiligen Geist ist die Taube zugeordnet. Bei der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes wird bereits eine Vision Jesu beschrieben: „Als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.“ Markus 1,10

Im Pfingstbericht der Apostelgeschichte ist von Sturm, Brausen und Feuerzungen die Rede, nicht jedoch von der Taube. Das hinderte aber nicht den Brauch, dass im Pfingstgottesdienst eine Taube herabgelassen wird. Die Taube kann deshalb als Symbol für den Heiligen Geist gelten, weil sie zum Ursprung zurück findet, so wie der Geist den Menschen zu seinem Schöpfer zurückführt.

Die Feuerzungen, von denen der Pfingstbericht der Apostelgeschichte berichtet, werden in manchen Kirchen dargestellt, indem rote Blütenblätter aus dem Gewölbe herunter sinken.

 

Beginn des Sommers

Einige Pfingstbräuche leiten sich nicht aus der Bibel her, sondern hängen mit dem Beginn des Sommers zusammen und haben daher Ähnlichkeiten mit dem Brauchtum des 1. Mai.

Das Verstellen von Sa­chen und Schabernack in der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag leitet sich von ei­nem Abwehrzauber her. Die Bedeutung dieses Brauchs muss denen nicht bewusst sein, die Gartentore aushängen oder sonst etwas anstellen – die jungen Leute sehen den Schabernack in diesen Nächsten als erlaubt an.

An Pfingsten werde Häuser geweißt, Pfingstmaien, junge Birkenäste werden an Türen und Fenstern angebracht.

An Pfingsten wurde früher ein großer Wettersegen gesprochen. Zwischen dem 3. Mai und 14. September wird in ländlichen Gebieten am Ende der Messe ein besonderer Wettersegen auf die Felder und Vieh herabgerufen.

 

Pfingsten – Fest der Hirten

Da an Pfingsten das Vieh zum ersten Mal ausgetrieben wird, ist es das Fest der Hirten. In Laub gekleidete Burschen werden herumgeführt, die die neuen Wachstumsgeister verkörpern (Pfingstlümmel). Das Vieh wird bekränzt.

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ


Kirchenjahr & Brauchtum

1. Mai und Monat Mai
Adam und Eva 24.12.
Adventsbrauchtum
Adventskalender
Adventskranz
Adventszeit
Advent 1: Wiederkunft Christi
Advent 2: Blick auf Weihnachten
Allerheiligen 1.11.
Allerseelen 2.11.
Aschenkreuz
Aschermittwoch
Barbara und Lucia
Berg Karmel
Bescherbaum
Bitttage
Blasiussegen 03.02.
Buß- und Bettag
Chanukka u. Weihnachten
Christi Himmelfahrt
Christkönig
Christopherus 24.07.
Darstellung des Herrn
Dreifaltigkeitssonntag
Dreikönige 06.01.
Erntedank
Fastenzeit
Frautragen
Fronleichnam
Gründonnerstag
Halloween
Heilige Familie
Herbergssuche
Herz Jesu Fest
Herz Maria
Himelskreislauf-Zodiakus
Hochzeit zu Kana
Hundstage 23.07. – 24.08.
Jahreskreis
Jakobus der Ältere 25.07.
Jerusalemer Marienfest
Johannes, Apostel 27.12.
Johannes d. T. 24.06.
Josefstag, 19. März
Karfreitag
Karneval und Fastnacht
Kartage, Karwoche
Kirchweihfest und Kirmes
Kreuzerhöhung 14.09.
Krippe
Krippenspiele
Lichtmess 02.02.
Lourdes Gedenktag
Mariä Heimsuchung
Mariä Verkündigung
Maria Geburt
Maria Himmelfahrt 15.08.
Maria Königin
Maria Namen
Maria Schnee
Martinstag 11.11.
Michael, Gabriel, Rafael 29.09.
Mutterschaft Mariens
Muttertag
Narr
Neujahr
Nikolaus 6. Dezember
Osterei
Osterkerze und Osterlicht
Osterläuten
Osterlamm
Ostermontag
Ostern
Ostern Wortbedeutung
Osterritt
Ostertermin
Osterwasser und Taufe
Osterzeit
O Antiphonen
Palmsonntag
Pfingstbrauchtum
Pfingsten
Pfingstochse
Pfingstritt
Reformationstag 31.10.
Roratemessen
Rosenkranzfest
Rosenmontag
Schmerzen Marias
Silvester 31.12.
Stephanstag 26.12.
Taufe Jesu
Thanksgiving
Totensonntag
Unbefleckte Empfängnis Marias 8.12.
Unschuldige Kinder 28.12.
Valentinstag
Verklärung Christi 06.08.
Verkündigung des Herrn 25.03.
Weiberfastnacht
Weihnachten
Weihnachten n. Lukas
Weihnachten n. Matth.
Weihnachtsbaum
Weihnachtsfeiern
Weihnachtsgeschenke
Weihnachtslieder
Weihnachtsstollen
Weißer Sonntag
Weltgebetstag der Frauen
Weltgebetswoche für die Einheit der Christen


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