Ostern Wortbedeutung

Anders als Weihnachten oder Pfingsten (von Pentacosta – der fünfzigste Tag nach Ostern) ist die Herkunft des Namens für dieses Fest rätselhaft. Das Wort scheint auf Osten hinzudeuten, eine mögliche Erklärung, da die aufgehende Sonne den auferstandenen Christus symbolisiert.

Neuere Forschungen kommen zu dem Ergebnis, dass Ostern mit Taufe zusammenhängt. „ausa“ heißt im Nordgermanischen „schöpfen, gießen“. Die Namensnennung wurde als „vatni ausa“ bezeichnet, d.h. „mit Wasser begießen“. Die Pluralform des Wortes Ostern erklärt sich aus dem dreimaligen Begießen des Täuflings.

Damit sind frühere Worterklärungen überholt. Ostern wurde als von Osten abgleitet erklärt oder von einer heidnischen Göttin „Eosturmonath“ hergeleitet, die im Altenglischen den Monat April bezeichnet haben soll. Im Deutschen wurde eine Göttin „Ostera“ angenommen. Man ist sich jedoch seit langem einig, dass eine Göttin mit diesem Namen nicht verehrt wurde.

 

Die Osternacht ist in der christlichen Tradition der wichtigste Tauftermin. Das war so lange von erlebbarer Bedeutung, als viele Erwachsene sich zum Christentum bekehrten. In der frühen Kirche wurden eigene Taufkapellen gebaut. Für die germanischen Stämme bedeutete die Übernahme des Christentums, dass man sich einem großen, siegreichen König anschloss, der nicht nur feindliche Heere, sondern das Böse besiegt hatte. Deshalb gewinnt der Drachentöter Michael für die Deutschen eine solche Bedeutung. Die Angst vor Dämonen zeigt sich bis heute in den romanischen Kirchen, wo Drachen, Wölfe und andere wilde Tiere den Menschen verschlingen. Christus ist der König des Lichtes, der über die Mächte des Dunklen gesiegt hat. In der Taufe wurde man sozusagen Lehnsmann dieses Herrschers. Die mittelalterlichen Könige und Kaiser trugen den Titel „Stellvertreter Christi“.

 

Literaturhinweis: Jürgen Udolph, Ostern – Geschichte eines Wortes, Heidelberg 1999, 125 S. DM 28.-  ISBN 3-8253-0866-9)

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ


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