Lichtmess 02.02.

Lichtmess - Darstellung des Herrn

Mit dem 2. Februar und nicht schon mit Drei Könige oder dem 2. Januar endet die Weihnachtszeit, zählt man vom 25. Dezember 40 Tage. 40 Tage sind in der christlichen Tradition ein Zeitmaß, das sich in den 40 Tagen der Fastenzeit ebenso wiederfindet wie wenn man vom 11. November bis Weihnachten zählt. Rechnet man vom 6. Januar 40 Tage, kommt man zum 14. Februar, dem Valentinstag, der wohl deshalb im Bewußtsein blieb und von den Floristen mit einem neuen Inhalt ausgestattet wurde. Im 6. Januar hält sich der Kalender der gallischen Kirche, die am 6. Januar das weihnachtliche Hochfest feierte. Erst Karl d. Gr. führte, römischer Kaiser geworden, den römischen Kalender mit dem in Rom entstandenen Weihnachtsfest ein, das um 350 erst auf dem Tag der Wintersonnenwende gelegt wurde, um ein erst 60 Jahre vorher eingeführtes Fest des unbesiegbaren Sonnengottes christlich zu vereinnahmen. Sicher war die Sonnensymbolik den Germanen auch leichter zu vermitteln als der Besuch der drei Weisen an der Krippe.

Mariä Lichtmess nimmt die Lichtsymbolik auf, weil an dem Tag die Kerzen für das nächste Jahr geweiht wurden. Das Fest nimmt den Bericht des Lukas im 2. Kapitel seines Evangeliums auf. „Als 8 Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte. ... (Das wird an Neujahr gefeiert). Es heißt dann weiter: „Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen gemäß dem Gesetz, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht werden.“ (Verse 21-23) Dieses Gesetz findet sich sowohl im Buch Exodus 13, 1-16 wie im 12. Kapitel des Buches Levitikus. Dort heißt es: Wenn eine Frau niederkommt und einen Knaben gebiert, ist sie sieben Tage unrein. Am achten Tag soll man die Vorhaut des Kindes beschneiden und 33 Tage soll die Frau wegen ihrer Reinigungsblutung zu Hause bleiben. ... Wenn die Zeit ihrer Reinigung vorüber ist, soll sie.... ein einjähriges Schaf als Brandopfer oder eine junge Taube oder eine Turteltaube als Sündopfer zum Priester an den Eingang des Offenbarungszeltes bringen.“ Das Fest heißt deshalb auch Darstellung des Herrn, weil die Eltern Jesus zu Gott in den Tempel bringen. Die Lichtsymbolik findet sich im Bericht des Lukas. Die Eltern werden von dem greisen Simeon erwartet, dem von Gott verheißen worden war, er werde das Heil Israels noch schauen. Er spricht einen Lobpreis, der täglich im letzten Teil des Stundengebets gesprochen wird, das den Tag abschließt und daher Komplet(wie komplett) heißt:

Nun entläßt du Herr deinen Knecht, wie du gesagt hast,  
in Frieden scheiden, 

Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet und
Herrlichkeit für dein Volk Israel. (Lukas 2, 29-32)

Dieses Licht für die Heiden besagt, dass in Jesus die Verheißungen erfüllt sind und dass die Heiden Gott in Jerusalem erkennen. Die drei Weisen, die bei Herodes anklopfen, stehen dafür, daß die Heiden das Licht erkannt haben.

Mit dem 2. Februar endet die Weihnachtszeit, die Tannenbäume werden aus den Kirchen und Wohnzimmern geräumt und die Krippenfiguren werden verpackt. Auch die winterliche Zeit, in der die Spinnräder liefen, ging früher mit Lichtmess zu Ende.




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