Gabengang und -bereitung

Nach den Fürbitten, nach denen eine Wort-Gottes-Feier mit dem Vaterunser und dem Segen abgeschlossen werden könnte, beginnt in der Messe noch einmal ein neuer Teil, der die Begegnung mit Jesus im Wort durch die Begegnung mit dem auferstandenen Christus in den Gestalten von Brot und Wein vertieft . Das, was im Wortgottesdienst „erarbeitet“ wurde, nämlich die Sicht, wie Gott das Heil wirkt und wie wir in den Prozess der Erlösung eingebunden werden, wird im Eucharistieteil gefeiert. Der Vergleich mit anderen Feiern erklärt das. Denn auch wenn bei einem Empfang die Teilnehmenden mit einem Glas Sekt begrüßt werden, wird erst der Inhalt der Feier durch Reden, eine Diashow und anderes besprochen, ehe das Buffet eröffnet wird.

Die römische Liturgie gestaltet den Übergang zum eucharistischen Teil der Messe durch einen Gabenprozession, die die Gläubigen durch ein Lied begleiten. Dieses sollte ebenso wie die Kollekte beendet sein, wenn der Priester die Gebete über die Gaben spricht. Wie das Hochgebet müssen auch die Gebete über die Gaben von den Gläubigen mit vollzogen werden und dürfen daher nicht durch ein Lied überdeckt werden.

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ