Weihnachten n. Matth.

Matthäus setzt in seinen Erzählungen über die Geburt Jesu andere Akzente als Lukas: Empfängnis und Geburt werden nur in Berichtsform erwähnt (Mt 1,18-25), allerdings mit verschiedenen Verweisen darauf, dass alttestamentliche Verheißungen in Erfüllung gegangen sind. Die Huldigung der Weisen und die Flucht aus Ägypten, ebenso der Kindermord sind eigenständige Erzählstücke dieses Evangeliums.

Das Sternmotiv ist in der damaligen Zeit üblich. Den Großen wurde ein besonderer Stern zuge­schrieben. Dass nicht Juden, sondern Heiden den jüdischen Messias gefunden haben, ist eine Erfahrung der jungen Christengemeinden. Wie Jesus wurden auch die Christen von den Juden abgelehnt. In dem Bericht über die Weisen dürfte auch auf eine Stelle im Buch Numeri Bezug genommen werden. Der Prophet Bileam war von Balak, einem Israel feindlichen König, aus dem Zweistromland herbeigerufen worden, um Israel zu verfluchen. Statt eines Fluches spricht er eine Verheißung aus:

"Spruch Bileams, des Sohnes Beors, Spruch dessen, der Gottesworte hört... Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke ihn, aber nicht in der Nähe: Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel..." (Num 24,15-17)

Auch die Erzählungen von der Flucht nach und der Rückkehr aus Ägypten dürften alttestamentlich motiviert sein. Das Volk Israel hielt sich in Ägypten auf und kehrte wieder nach Palästina zurück. Jesus ist der neue Moses - wie dieser schon als Kind in Gefahr, doch auf wunderbare Weise gerettet, ist er von Gott zum Retter seines Volkes bestimmt.

Die Erzählungen über die Geburt Jesu sind Lehrstücke, die theologische Aussagen machen wollen:

Die Erwartungen, die sich auf einen Messias richten, haben sich erfüllt: Jahwe hat seine Verheißungen eingelöst.

  • Das Kind hat seinen Ursprung aus Gott, es ist Sohn Gottes, in ihm kommt Gott selbst, so wie es die Propheten geweissagt haben.
  • Das Kind ist der Retter, der Moses noch überbietet.
  • Der Sohn ist ein Geschenk des Friedens - eine neue Zeit bricht an.
  • Die einfachen Menschen und die Heiden erkennen den Messias, das offizielle Judentum lehnt  ihn ab.
  • Das Lebensschicksal Jesu zeichnet sich in den Ereignissen der Geburt bereits ab.

Die Aussagen der biblischen Texte bieten einen Maßstab, an dem die Gestaltung der Feste der Weihnachtszeit gemessen werden muss. Auf jeden Fall rechtfertigen sie keine falsche Sentimentalität und keine vorschnelle Versicherung, dass alles in Ordnung ist.




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