Verkündigung des Herrn 25.03.

Dieses Fest erhält sein Datum vom 25. Dezember. Ihm liegt der Bericht des Lukasevangeliums zugrunde, dass der Engel Gabriel der Jungfrau Maria die Geburt eines Kindes ankündigte. Der 25. März ist im Bewusstsein der Katholiken ein Marienfest. Im Osten wird das Fest bereits seit der Mitte des 5. Jahrhunderts gefeiert. Dort wurde es "Verkündigung der Gottesgebärerin" genannt. Im Westen gab es auch im 5. Jahrhundert ein Gedächtnis der Verkündigung am Samstag vor Weihnachten. In Rom wird es seit dem 7. Jahrhundert am 25. März gefeiert und hieß "Verkündigung des Herrn". Es gab jedoch auch den Titel "Verkündigung Mariens", der sich durchsetzte. Erst mit der Liturgiereform 1969 nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde der alte Name "Verkündigung des Herrn" wieder eingeführt.

Das Fest hat einen spezifisch religiösen Inhalt: Dass eine Jungfrau ein Kind gebiert, das keinen irdischen Vater hat. Diese Vorstellung war in verschiedenen Epochen faszinierend, heute stößt sie eher auf Skepsis und wird von den Theologen häufig "entmythologisiert". Faszinierend dürfte für alle jedoch das Entstehen eines Menschen sein. Der Gedanke, dass in jedem Menschen ein göttlicher Funke wirksam ist, dass der Mensch Anteil hat an der Transzendenz, am Prinzip des Geistigen hat, findet sich in vielen Philosophien und Religionen.

Das Fest bezieht sich einmal auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes, das an Weihnachten gefeiert wird. Daher der Termin 9 Monate vor Weihnachten. Ein anderer Aspekt des Festes ist die Gestalt Marias, die durch den Gruß des Engels als begnadeter Mensch ausgewiesen wird.

"Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir." (Lk 1,28)

In dieser Anrede sehen die Christen die Freiheit Marias von aller Sünde, auch von der Erbsünde, begründet. (s. 8. Dezember, Unbefleckte Empfängnis Marias)

Der Engel verheißt Maria, dass sie den ersehnten Messias gebären wird, der über das "Haus Jakob in Ewigkeit herrschen" wird. Dieses Kind empfängt Maria nicht von einem Mann:

"Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden." (Lk 1,35) Maria wird als Jungfrau Mutter.

Der 25. März ist ein Fest, das meist in die Fastenzeit fallt, die mit diesem weihnachtlich geprägten Fest unterbrochen wird. In der feierlichen Messe wird der Bericht aus dem Lukasevangelium verlesen. Die Verkündigungsszene, die Begegnung zwischen dem Engel und Maria, ist ein häufiges Motiv der Kunstgeschichte. Mit dem Fest hat sich, bedingt durch das Datum, Frühjahrsbrauchtum verbunden. Der Tag gilt als günstig für die Saat und das Setzen von Bäumen, das Vieh wird das erste Mal ausgetrieben.

Autor: Dr. Eckhard Bieger SJ


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