Dreifaltigkeitssonntag

Trinitatis

Trinitatis ist das lateinische Wort für „dreifaltig“, und bezeichnet daher auch den Dreifaltigkeitssonntag. Die evangelischen Kirchen zählen die Sonntage bis zum Beginn des Advents als Sonntage nach Trinitatis. Früher zählte der katholische Kalender gleich, heute werden die Sonntage, die nicht in den Festkreis von Weihnachten oder Ostern fallen, als Sonntage im Kirchenjahr gezählt.

 

Die Wurzeln des Dreifaltigkeitssonntags

Ein Dreifaltigkeitsfest entstand im gallischen Raum, im heutigen Frankreich. Es wurde dort in Klöstern schon vor der Jahrtausendwende gefeiert. Die römische Zentrale stand lange der Einführung eines solches Festes ablehnend gegenüber. Tatsächlich hat ein Fest der Dreifaltigkeit eine andere Aussage als die bisherigen Feste. Es bezieht sich nicht auf ein Heilsereignis, sondern artikuliert eine Grundaussage des christlichen Glaubens, die schon in jedem Kreuzzeichen und in anderen Gebetsformeln zum Ausdruck kommt.

Das Fest wurde daher erst 1334 für die ganze Kirche eingeführt. Es hat für den Ablauf des Kirchenjahres insofern einen Stellenwert, als es nach Pfingsten das "normale Jahr" einleitet, das bis zum ersten Adventssonntag dauert.

 

Der Glaube an den dreieinen Gott

Die ältesten Zeugnisse über die drei Personen finden sich im Neuen Testament in den Tauf- und Grußfor­meln, in denen sich der Glaube an den dreifaltigen Gott zuerst niederschlägt.

"Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." (Matthäus 28,19)

"Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
(2 Korintherbrief 13,13)

Der Evangelist Matthäus wie auch Paulus haben diese Aussagen nicht selbst geprägt, sondern Gebetsformeln der Gemeinden zitiert. Auch heute noch werden Gebete abge­schlossen mit der Formel:

"... durch unseren Herren Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

Durch die Begegnung der christlich-jüdischen Religion mit der hellenistischen Welt entstanden Fragen an die Gottesvorstellung der Christen, die im Arianismus zu einer existenzbedrohenden Krise wurden. Es ging um die Frage, wer Jesus ist. Dass Gott existiert, dass er Schöpfer der Welt ist, dass alles von ihm ausgeht, war für die Intellek­tuellen dieser Epoche (des Mittelplatonismus) kein Problem. Dass es aber neben dem einen Gott noch ein gottgleiches Wesen gibt, dass es neben dem Vater noch den Sohn gibt, das war nicht denkbar. Der Sohn, der Logos, wurde nicht auf die gleiche Stufe ge­stellt wie Gott selbst. Das Konzil von Nicäa (325) hat dieser, aus der griechischen Reli­gionsphilosophie formulierten Infragestellung das Bekenntnis zum Sohn, der "wesensgleich mit dem Vater" ist, entgegengesetzt und eine ausgeprägtere Begrifflich­keit benutzt als die biblischen Texte.




Kirchenjahr & Brauchtum

1. Mai und Monat Mai
Adam und Eva 24.12.
Adventsbrauchtum
Adventskalender
Adventskranz
Adventszeit
Advent 1: Wiederkunft Christi
Advent 2: Blick auf Weihnachten
Allerheiligen 1.11.
Allerseelen 2.11.
Aschenkreuz
Aschermittwoch
Barbara und Lucia
Berg Karmel
Bescherbaum
Bitttage
Blasiussegen 03.02.
Buß- und Bettag
Chanukka u. Weihnachten
Christi Himmelfahrt
Christkönig
Christopherus 24.07.
Darstellung des Herrn
Dreifaltigkeitssonntag
Dreikönige 06.01.
Erntedank
Fastenzeit
Frautragen
Fronleichnam
Gründonnerstag
Halloween
Heilige Familie
Herbergssuche
Herz Jesu Fest
Herz Maria
Himelskreislauf-Zodiakus
Hochzeit zu Kana
Hundstage 23.07. – 24.08.
Jahreskreis
Jakobus der Ältere 25.07.
Jerusalemer Marienfest
Johannes, Apostel 27.12.
Johannes d. T. 24.06.
Josefstag, 19. März
Karfreitag
Karneval und Fastnacht
Kartage, Karwoche
Kirchweihfest und Kirmes
Kreuzerhöhung 14.09.
Krippe
Krippenspiele
Lichtmess 02.02.
Lourdes Gedenktag
Mariä Heimsuchung
Mariä Verkündigung
Maria Geburt
Maria Himmelfahrt 15.08.
Maria Königin
Maria Namen
Maria Schnee
Martinstag 11.11.
Michael, Gabriel, Rafael 29.09.
Mutterschaft Mariens
Muttertag
Narr
Neujahr
Nikolaus 6. Dezember
Osterei
Osterkerze und Osterlicht
Osterläuten
Osterlamm
Ostermontag
Ostern
Ostern Wortbedeutung
Osterritt
Ostertermin
Osterwasser und Taufe
Osterzeit
O Antiphonen
Palmsonntag
Pfingstbrauchtum
Pfingsten
Pfingstochse
Pfingstritt
Reformationstag 31.10.
Roratemessen
Rosenkranzfest
Rosenmontag
Schmerzen Marias
Silvester 31.12.
Stephanstag 26.12.
Taufe Jesu
Thanksgiving
Totensonntag
Unbefleckte Empfängnis Marias 8.12.
Unschuldige Kinder 28.12.
Valentinstag
Verklärung Christi 06.08.
Verkündigung des Herrn 25.03.
Weiberfastnacht
Weihnachten
Weihnachten n. Lukas
Weihnachten n. Matth.
Weihnachtsbaum
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Weihnachtsgeschenke
Weihnachtslieder
Weihnachtsstollen
Weißer Sonntag
Weltgebetstag der Frauen
Weltgebetswoche für die Einheit der Christen


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