Chanukka u. Weihnachten

Weihnachten und Das jüdische Chanukka

Dieses Fest wird am 25. des neunten Monats gefeiert. Chanukka bedeutet „Neueinweihung“. Diese war notwendig, nachdem König Antiochus IV Epiphanes den Tempel zu einem griechischen Heiligtum gemacht und damit entweiht hatte. Die Makkabäer hatten 165 v. Chr. die Truppen des Antiochus besiegt, so dass sie über den Tempel verfügen konnten. 1 Makkabäer 4,36-61 schildert die Instandsetzung und Reinigung des Tempels sowie die Festlegung auf ein jährliches Fest, das insgesamt 8 Tage lang gefeiert werden soll. Das Chanukka-Fest hat auch eine Lichtsymbolik wie Weihnachten und Ostern.

Im Zusammenhang mit dem 25. des Monats Kislew gab es neben dem Chanukkafest noch andere Bezüge zur Weihnachtsthematik. Der Prophet Haggai, seine Reden stammen aus dem Jahr 520 v. Chr., weist in Kap. 2,18 auf den 24. des neunten Monats hin. An dem Tag soll der der Grundstein für den neuen Tempel gelegt werden, der nach der Rückkehr aus dem Exil gebaut werden soll. (Kap. 2,18) Die Juden waren 538 aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt, im Jahr 520 dringt Haggai darauf, dass der Tempel zügig wieder aufgebaut wird. Beim gleichen Propheten stehen Worte, die die christlichen Schriftkundigen auf Jesus übertragen konnten: „Am 24. Tag des Monats erging das Wort des Herrn ein zweites Mal an Haggai: Sag zu Serubbabel, dem Statthalter von Juda: Ich lasse den Himmel und die Erde erbeben. Ich stürze die Throne der Könige und zerschlage die Macht der Königreiche der Völker. Ich stoße die Kriegswagen samt ihren Fahrern um … An jenem Tag nehme ich dich, meinen Knecht Serubbabel … und mache dich zu meinem Siegelring, denn ich habe dich erwählt. (2, 20ff)

Der Prophet Sacharja trat zur gleichen Zeit wie Haggai auf. Er spricht vom kommenden Messias. Auch er dringt auf den Wiederaufbau Jerusalems und spricht über den gleichen Serubbabel: „Serrubbabels Hände haben den Grund zu diesem Haus (dem Tempel) gelegt, und seine Hände werden es vollenden …. Denn wer gering dachte von der Zeit der kleinen Anfänge, wird sich freuen, wenn er den auserlesenen Stein in Serubbabels Händen sieht.“ (4, 9f)  Es besteht die Möglichkeit, Jesus mit diesem Stein zu identifizieren. In Matthäus 21, 43 zitiert Jesus im Streitgespräch den Vers aus Psalm 11,22: „Den Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden. Das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah das Wunder.“ Der 1. Petrusbrief nimmt in Kap. 2,6 das Bild mit einem Zitat aus dem Jesajabuch auf: „Seht her, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte, wer an ihn glaubt, geht nicht zugrunde.“ (Jes 28,16)

Die hier aufgezeigten Verbindungslinien reichen nicht aus, um das christliche Weihnachtsfest vom jüdischen Chanukka-Fest herzuleiten. Da die Christen anfänglich wohl die Geburt ihres Erlösers nicht gefeiert haben, sondern die Auferstehung, also Ostern im Mittelpunkt stand, müssen Bezüge erst später gefunden worden sein. Für Ostern und Pfingsten war das anders, denn die Ursprünge im jüdischen Pascha- und Fünfwochenfest sind aus der Bibel direkt herauszulesen. Da die Christen sich anfangs als Teil des Judentums verstanden, sie bezeichneten ihre Glaubensrichtung als „Neuen Weg“, bewegten sie sich im jüdischen Festkalender. Für Weihnachten bestand allerdings das Problem, dass, anders als für Kreuzigung und Auferstehung, kein Termin überliefert war, der mit dem jüdischen Kalender korrespondierte. Da der Festtermin 25. Dezember Link zu Weihnachten 25.12. sich nicht in einem jüdischen Umfeld entwickelte, sondern in Rom mit dem römischen Kalender und seinen Festen, wird sich das Weihnachtsfest wohl eher von den Gegebenheiten der römischen Kirche herleiten.




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