Allerseelen 2.11.

Der Allerseelentag am 2. November geht auf den Abt Odilo von Cluny zurück, der 998 das Gedächtnis aller verstorbenen Gläubigen für alle Cluny unterstellten Klöster anordnete. Wie das Allerheiligenfest kam auch das Gedächtnis der Toten am 2. November aus Irland. Ähnliche Gedächtnistage sind schon vorher bezeugt (so der Tag nach Pfing­sten oder 17. Dezember).

Das Gedächtnis der Toten durchzieht die abendländische Religionsgeschichte. Es sind wohl keltische religiöse Vorstellungen, die sich nicht nur in dem Fest, sondern in den vielen Gottesdiensten und Gebeten für „die Seelen der Verstorbenen“ Ausdruck verschaffen. Dieses religiöse Anliegen wird von der Vorstellung getragen, dass die Toten ihr Ziel, den Himmel, noch nicht erreicht haben. Die Vorstellung eines Zwischenreiches zwischen dem Jenseits, dem endgültigen Aufenthaltsort der Toten, und dem Reich der Lebenden, findet sich in vielen Religionen. Die Lebenden können den Toten auf ihrem Weg in den endgültigen Zustand helfen. Dieser Weg wird als Befreiung verstanden. In die christliche Vorstellung vom Fegfeuer sind Vor­stellungen der Religionen des Mittelmeerraumes, vor allem die über den "Hades", eingegangen. Es entwickelten sich schon früh Totenmessen. Die Gebete richten sich an Gott, der allein bewirken kann, daß die Verstorbenen in den Himmel gelangen. So endet das Totengedächtnis nicht mit der Beerdigung. In der katholischen Kirche wird nach 6 Wochen und am Todestag eine Messe gefeiert, das Sechswochenamt und das Jahresgedächtnis. Dieses Verständnis der Messe hat seit dem II. Vatikanischen Konzil in der konkreten religiösen Praxis sehr an Bedeutung verloren. Die Messe wird weniger als heilbringender Ritus für den einzelnen, für die Toten oder für Anliegen einzelner verstan­den, sondern als Versammlung der Gemeinde, die von Jesus gestiftet und in der er gegenwärtig ist.

Die Ablässe beziehen sich ebenfalls auf die Vorstellung des Fegefeuers. Sie reini­gen nicht von der Sünde, aber von den Folgen der Sünde.

Wenn man den Verstorbenen helfen will, aus dem Fegfeuer entlassen zu werden, ist die Messe im Verständnis der Christen am besten geeignet, Gott zu bitten. Die Gräber werden mit grünen Gewächsen geschmückt, Grün als Zeichen der Hoffnung. Auf die Gräber wird ein Licht gestellt, das die Seele der Verstorbenen symbolisiert.




Kirchenjahr & Brauchtum

1. Mai und Monat Mai
Adam und Eva 24.12.
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Advent 1: Wiederkunft Christi
Advent 2: Blick auf Weihnachten
Allerheiligen 1.11.
Allerseelen 2.11.
Aschenkreuz
Aschermittwoch
Barbara und Lucia
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Bescherbaum
Bitttage
Blasiussegen 03.02.
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Chanukka u. Weihnachten
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Christkönig
Christopherus 24.07.
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Dreifaltigkeitssonntag
Dreikönige 06.01.
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Fastenzeit
Frautragen
Fronleichnam
Gründonnerstag
Halloween
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Herz Maria
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Hochzeit zu Kana
Hundstage 23.07. – 24.08.
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Jakobus der Ältere 25.07.
Jerusalemer Marienfest
Johannes, Apostel 27.12.
Johannes d. T. 24.06.
Josefstag, 19. März
Karfreitag
Karneval und Fastnacht
Kartage, Karwoche
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Kreuzerhöhung 14.09.
Krippe
Krippenspiele
Lichtmess 02.02.
Lourdes Gedenktag
Mariä Heimsuchung
Mariä Verkündigung
Maria Geburt
Maria Himmelfahrt 15.08.
Maria Königin
Maria Namen
Maria Schnee
Martinstag 11.11.
Michael, Gabriel, Rafael 29.09.
Mutterschaft Mariens
Muttertag
Narr
Neujahr
Nikolaus 6. Dezember
Osterei
Osterkerze und Osterlicht
Osterläuten
Osterlamm
Ostermontag
Ostern
Ostern Wortbedeutung
Osterritt
Ostertermin
Osterwasser und Taufe
Osterzeit
O Antiphonen
Palmsonntag
Pfingstbrauchtum
Pfingsten
Pfingstochse
Pfingstritt
Reformationstag 31.10.
Roratemessen
Rosenkranzfest
Rosenmontag
Schmerzen Marias
Silvester 31.12.
Stephanstag 26.12.
Taufe Jesu
Thanksgiving
Totensonntag
Unbefleckte Empfängnis Marias 8.12.
Unschuldige Kinder 28.12.
Valentinstag
Verklärung Christi 06.08.
Verkündigung des Herrn 25.03.
Weiberfastnacht
Weihnachten
Weihnachten n. Lukas
Weihnachten n. Matth.
Weihnachtsbaum
Weihnachtsfeiern
Weihnachtsgeschenke
Weihnachtslieder
Weihnachtsstollen
Weißer Sonntag
Weltgebetstag der Frauen
Weltgebetswoche für die Einheit der Christen


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