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Das
Wichtige dürfen andere nicht bestimmen
Wir
sind jetzt soweit, dass wir das Wichtige erkannt haben, dass
wir wissen, dass nur 20% der Zeit ausreichen, um unsere Zufriedenheit
im Leben und im Beruf zu sichern und wir haben herausgefunden,
wann unsere beste Zeit am Tag liegt, in der wir die 90 Minuten
für das Wichtige nutzen. Jetzt geht es darum, diese Zeit
vor Störungen zu schützen. Dafür ist es notwendig,
dass wir uns nach außen so abschotten, dass sowohl das
Telefon als auch andere Störungen ausgeschaltet werden.
Schon das ist für viele von uns undenkbar, aber wenn wir
es nicht tun, hat das, was von außen kommt, immer Vorrang
vor dem was wir selbst bestimmen.
Aber wir kennen natürlich auch Tage, an denen wir uns am Liebsten
von allem Möglichen ablenken lassen, um nur nicht das zu machen,
was wirklich für uns wichtig ist. Da hat jeder seine Strategien
entwickelt und Ersatzhandlungen entdeckt, die rechtfertigen sollen,
weshalb ich nicht zu dem Wichtigen komme. Das ist zunächst
nicht so problematisch, weil es auch so menschlich ist, doch wenn
es zur Gewohnheit wird, verhindern wir die Entwicklung unserer
Berufung und unserer Zufriedenheit.
Wenn uns das Wichtige aus dem Blick gerät, bestimmen nicht
mehr wir selbst, sondern andere über unsere Zeit und damit über
unser Leben. Wir sind dann eigentlich nicht mehr frei. Denn wenn
ich mein eigenes Wichtiges nicht betreibe und sichere, aus welchen
Gründen auch immer, dann bin ich dem Strom der vielen Zerstreuungen,
denen wir täglich ausgesetzt sind, ausgeliefert.
Aber nicht nur das, was von außen kommt, stellt sich uns
in den Weg und verhindert, dass wir das Wichtige auch tun, sondern
unsere eigenen charakterlichen Engführungen verhindern oft,
dass wir uns nicht daran halten, was wir uns vorgenommen haben.
Charakterliche Engführungen sind im weitesten Sinne mit dem „inneren
Schweinehund“ zu vergleichen, den wir täglich überwinden
müssen. Wie vielfältig diese Engführungen sind und
wie sie sich zeigen, handeln die nächsten Beiträge ab.

© Weitere
Informationen zum Thema unter www.weiterbildung-live.de
© Text: Jutta
Mügge
© Fotos:
Marta Franeková
präsentiert von: www.kath.de
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