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Wichtiges,
Notwendiges, Überflüssiges
Wenn
wir auf den Umgang mit unserer Zeit schauen, auch da spielen
die Werte, für die wir stehen eine große Rolle. Denn
an den Werten die uns wichtig sind, misst sich auch das Wichtige,
das wir am Tag tun müssen. Denn jeder von uns hat Wichtiges
und Unwichtiges, was am Tag zu erledigen ist.
Wir unterscheiden
1. Wichtiges,
2. von anderen Wichtig gemachtes,
3. Notwendiges,
4. Überflüssiges,
Das, was sich wichtig macht, und was daher im ersten Augenblick
aussieht, als wäre es wichtig, ist oft nicht das was sich
aus unseren Wertvorstellungen herleitet.. Viele Dinge sind nur
notwendig. Kriterien für das Wichtige sind die Werte, die
ich mit dieser Tätigkeit verwirklichen kann. Nehmen wir eine
berufliche Situation, dann ist das wichtig, womit ich an diesem
Arbeitsplatz meinen beruflichen Erfolg betreibe, meine persönliche
Berufung umsetze. Es ist das wichtig, was ich selbst entscheide
und nicht das, was von anderen wichtig gemacht wird.
Für die Krankenschwester, die ihre Berufung darin sieht, dass
sie im Kontakt, im Gespräch mit den Patienten ist, menschliche
Nähe ermöglicht und damit den Heilungsprozess in großem
Maße unterstützt. Für sie ist sicher die Essensausgabe
eine Aufgabe, die sie auf jeden Fall erledigen muss, aber sie ist
keine wichtige Tätigkeit des Tages, die ihr Erfüllung
bringt. Wichtig ist zum Beispiel, dass sie sich Zeit für das
Gespräch mit der krebskranken Frau auf Zimmer 11 nimmt.
Das erst macht sie zufrieden.
Wichtig sind die Aufgaben, mit denen ich meine Berufung umsetze
und die ich selbst bestimme. Das klingt vielleicht sehr egoistisch,
aber wir können beobachten, dass diejenigen, die ihr Wichtiges
am Tag nicht tun, langfristig mit ihrer Arbeit unzufrieden werden,
ob sie angestellt sind, studieren oder freiberuflich tätig
sind. Sie treten in innere Kündigung oder geraten in eine
burn out Situation. Das liegt meist nicht daran, dass sie zu viel
arbeiten, sondern daran, dass sie das Wichtige, weshalb sie sich
für diesen Beruf entschieden haben, nicht entschieden
genug verfolgen.
Das Wichtige nimmt nur 20 % des
Tages in Anspruch, 80 % müssen wir Notwendiges
tun, da kommen wir nicht drum herum. Denn das Notwendige ist
zu einem guten Teil das,
was sich aus
dem Wichtigen ergibt. Um meine Zeit produktiv zu nutzen,
ist es von Interesse, dass wir das Wichtige vom Notwendigen
unterscheiden
lernen.

© Weitere
Informationen zum Thema unter www.weiterbildung-live.de
© Text: Jutta
Mügge
© Fotos:
Marta Franeková
präsentiert von: www.kath.de
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