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Rausschmiss oder Weggehen sind keine Lösung.
Eine Gruppe, die sich von einem „störenden“ Mitglied trennt und es aus der Gruppe hinausdrängt, ohne den Konflikt zu bearbeiten, löst den Konflikt nicht. Im Gegenteil, der Platz, der frei wird, wird unmittelbar nach dem Verlassen wieder neu besetzt. Das liegt daran, dass die Gruppe sich nicht um eine einvernehmliche Lösung bemüht hat, sondern dass es einen Verlierer gibt. Rausschmiss aus einer Gruppe, ob „berechtigt“ oder nicht, löst den Konflikt nicht. Ebenfalls ist es keine Lösung, wenn ein Gruppenmitglied im Konflikt die Gruppe einfach verlässt, ohne zu klären, was zu dem Verlassen beigetragen hat. Das Gruppenmitglied nimmt seinen nicht bearbeiteten Anteil am Konflikt mit in die nächste Situation. Gleichzeitig hinterlässt derjenige, der geht, Ohnmachtsgefühle bei den anderen. In Konfliktgesprächen kann es deshalb immer nur darum gehen, dass sich die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit verstehen lernen und Vereinbarungen treffen, wie sie demnächst mit dieser Unterschiedlichkeit umgehen wollen. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass jemand nach längerer Klärung die Konsequenzen zieht und aus der Gruppe geht, weil die Unterschiede vielleicht zu groß sind, die Wertvorstellungen soweit auseinander liegen, dass etwas Gemeinsames nicht mehr möglich ist, die Erwartungen zu hoch waren, die Vorstellungen der Realität nicht entsprechen. Aber dieser Schritt sollte erst nach gründlicher Klärung und Aussprache getan werden, weil sonst für alle Beteiligten dieser Konflikt nicht zu einer Weiterentwicklung beiträgt, sondern den nächsten Konflikt mit Notwendigkeit zur Folge hat.
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